22. Oktober 2019, 09:47

Landrat ehrt langjährige Feldgeschworene

Das Bild zeigt die geehrten Feldgeschworenen zusammen mit Landrat Stefan Rößle, Vermessungsdirektorin Edith Breumair sowie den Bürgermeistern Armin Neudert, Donauwörth, Markus Landenberger-Schneider (2. Bürgermeister Nördlingen), Christoph Schmid, Alerheim, Erhard Michel, Ehingen, Bernd Horst (3. Bürgermeister Harburg), Antonie Eberle (2. Bürgermeisterin Holzheim), Markus Harsch (2. Bürgermeister Kaisheim), Franz Stimpfle, Maihingen, Dieter Fischer (2. Bürgermeister Möttingen), Petra Wagner, Oettingen, Karl Malz, Tapfheim, Dr. Martin Drexler, Wemding und Philipp Schlapak, Wolferstadt Bild: Julia Lanzer/LRA
Eine lange Tradition hat die Ehrung langjähriger Feldgeschworener des Landkreises Donau-Ries, die kürzlich im Landratsamt in Donauwörth stattfand.

Landrat Stefan Rößle konnte zusammen mit Vermessungsdirektorin Edith Breumair insgesamt 43 Feldgeschworene für ihre 25-, 40- bzw. 50-jährige Tätigkeit auszeichnen. Zu der Ehrungsveranstaltung geladen waren auch die Bürgermeister der jeweiligen Heimatgemeinden.

Landrat Rößle und die neue Vermessungsdirektorin Edith Breumair dankten den Feldgeschworenen für ihren treuen Dienst sowie ihre wertvolle, verlässliche Arbeit. „Das Amt der Feldgeschworenen geht auf das 13. Jahrhundert zurück, es stellt aber bis heute hohe Anforderung an das Urteilsvermögen, die Unparteilichkeit und den Gerechtigkeitssinn seiner Inhaber, hob der Landkreischef die Bedeutung der Feldgeschworenentätigkeit hervor.

Vermessungsdirektorin Edith Breumair, die bis Ende September noch im Landkreis Augsburg tätig war, freute sich: „Der Landkreis Donau-Ries kann sich glücklich schätzen eine stattliche Anzahl an Feldgeschworenen zu haben. Gerade im Vergleich mit südlicheren Regionen, zeigt sich, dass dort die Ausübung des Amtes immer seltener wird.“ Rund 830 Personen bringen sich aktuell als Hüter der Grenzen für das Gemeinwohl im Landkreis Donau-Ries ein. Das Amt des Feldgeschworenen stellt bis heute eine bewährte und wichtige Einrichtung zur bürgernahen Erledigung der ihr übertragenen Aufgaben dar und wird deswegen auch nicht abgeschafft. In vielen Bundesländern ist dies leider bereits geschehen.(pm)

Für 25 Jahre ausgezeichnet wurden:

Wolfgang Zwölfer, Bühl i. Ries; Karl Pflanz, Alerheim; Alfons Schneider, Asbach Bäumenheim; Franz Stimpfle, Fremdingen; Andreas Mairoser, Hainsfarth; Friedrich Bühler, Harburg; Thomas Wiedemann, Harburg; Paul Müller, Sulzdorf; Josef Dauser, Maihingen; Anton Steinheber, Maihingen; Alois Taglieber, Maihingen; Georg Kerle, Herkheim; Herbert Straß, Herkheim; Werner Bieber, Erlbach; Alois Kranz jun., Sallach; Xaver Gebele, Wolferstadt; Alfred Gehring, Wolferstadt; Anton Rebele, Wolferstadt; Martin Rebele, Wolferstadt

Für 40 Jahre ausgezeichnet wurden:

Friedrich Zieglmeir, Rudelstetten; Anton Reiter, Asbach-Bäumenheim (nicht anwesend); Anton Seeler, Schäfstall; Georg Hofer; Wörnitzstein; Willi Fuchs, Ehingen; Paul Schreitmiller, Seglohe; Josef Uhl Seglohe; Heinrich Hertle; Mauren; Georg Deffner, Untermagerbein; Johann Färber, Flotzheim (nicht anwesend), Johann Leinfelder; Werner Bergdolt (Balgheim), Leonhard Lechner, Kleinerdlingen; Friedrich Beck, Herkheim; Sebastian Uhl, Herkheim; Rudolf Götzfried, Rettingen; Anton Reitschuster, Rettingen, Josef Gassenmayer, Tapfheim, Georg Johan Uhl, Tapfheim, Konrad Schneid, Wemding

Für 50 Jahre ausgezeichnet wurden:

Leonhard Sedlmair, Pessenburgheim; Rupert Sedlmeir, Pessenburgheim; Matthäus Christ, Maihingen; Heinrich Ruf, Baldingen

 

 

Feldgeschworene:
Zu ihren wichtigsten Aufgaben gehören das Anbringen und die Kontrolle von Grenzsteinen. Das Amt der Feldgeschworenen entstand aus den Feld- und Untergangsgerichten. Ihre Tätigkeit kann man als Mittler zwischen Verwaltung und Bürger bezeichnen. Feldgeschworene fungieren als kommunale Hilfsorgane, die bei Veränderung an den Grenzen und beim Wiederherstellen der sichtbaren Grenzzeichen gemeinsam mit den Vermessungsämtern arbeiten.