23. September 2020, 07:16

Fünf Bewohner im Bürgerheim Nördlingen an Covid-19 erkrankt

Symbolbild/Coronavirus Bild: pixabay
Im Bürgerheim Nördlingen sind fünf Seniorinnen und Senioren an Covid-19 erkrankt. Das ergaben umfangreiche Tests bei allen Bewohnern der Einrichtung durch das Gesundheitsamt Donau-Ries. Zudem wurden alleMitarbeiterinnen und Mitarbeiter getestet. Das Ergebnis: drei weitere Corona-Infektionen.

Ende vergangener Woche war das Virus bei einer Bewohnerin und zwei Mitarbeiterinnen entdeckt worden. Daraufhin traten umfangreiche Schutzmaßnahmen in Kraft. Die Testungen starteten unverzüglich.

Vier der fünf positiv getesteten Bewohner leben im selben Wohnbereich, in dem auch zwei der infizierten Mitarbeiter tätig sind. In diesem Bereich wurde ein baulich getrennter Isolationsbereich für die Erkrankten eingerichtet. Der gesamte Bereich ist unter Quarantäne gestellt worden.Ein infizierter Bewohner lebt in einem anderen Wohnbereich. Da es sich bislang um einen Einzelfall handelt, wurde dieser Teil nicht unter Quarantäne gestellt. Das gesamte Bürgerheim steht jedoch unter Beobachtung des Gesundheitsamtes.

Vier der fünf erkrankten Bewohner haben bislang leichte Symptome. Ein 85-jähriger hat sich in stationäre Behandlung begeben. Die drei Mitarbeiterinnen haben keine oder ebenfalls leichte Symptome.

In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt hat der Vorstand der Donau-Ries Kliniken und Seniorenheime einen befristeten Aufnahmestopp für neue Bewohner im Bürgerheim verfügt. Auch die Steuerungsstelle Pflegeheime des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ist in die Entscheidungen involviert.

Alle bislang getroffenen Maßnahmen bleiben nach der Abstimmung in Kraft. Das sind im Einzelnen: Besuchsverbot (auch für externe Dienstleister und nicht dringliche therapeutische Anwendungen), keine Veranstaltungen, kein gemeinsames Essen. Das Personal trägt FFP2-Masken und bei Pflegemaßnahmen umfangreiche Schutzausrüstung.

​Das Gesundheitsamt wird am Donnerstag die zweite Testreihe bei allen Bewohnern starten. Die zweite Mitarbeiter-Testung organisieren die Donau-Ries Kliniken.

Je nach Ergebnis der Reihentestung können Lockerungen erfolgen. Vorstandschef Jürgen Busse: „Durch die präventiven Maßnahmen, die wir bereits im Frühjahr ergriffen haben, ist es gelungen, den Ausbruch einzugrenzen. Vor allem hat es sich als richtig herausgestellt, unsere Seniorenheime in mehrere Wohnbereiche zu trennen. Auch den Kontakt der Pflegerinnen und Pfleger untereinander konnten wir dadurch reduzieren.“(pm)