15. März 2018, 14:35

Zukunft der Werkstätten für Menschen mit Behinderung

Bild: St. Johannes
Der Bezirksarbeitskreis Schwäbischer Werkstätten (BASW) tagte im Rahmen der regelmäßigen Arbeitstreffen vor kurzem am Hauptstandort der Stiftung Sankt Johannes in Schweinspoint. Unter den Gästen war auch Stefan Dörle, der Inklusionsbeauftragte beim Bezirk Schwaben.
Schweinspoint - Schwerpunkte der Sitzung waren unter anderem die aktuellen Herausforderungen, vor denen die Werkstätten im Zuge des Bundesteilhabegesetz stehen, eine stärkere Vernetzung der schwäbischen Werkstätten und damit einhergehende Synergieeffekte bei hoher Auftragslage sowie die Begleitung und Unterstützung von Menschen mit Behinderung auf ihrem Weg in die Arbeitswelt. Mit dem neuen Bundesteilhabegesetz werden nicht nur gängige Abläufe hinterfragt, sondern vor allem auch die Träger der Behindertenhilfe dazu aufgefordert, Alternativen aufzuzeigen und ihre (Förder-)Angebote auf die Bedürfnisse der Beschäftigten auszurichten.
Die Zukunft der Werkstätten liege in einer konzeptionellen Neu-Ausrichtung hin zu einem inklusiven Unternehmen, so Ulrich Siegmund, Werkstattleiter in der Stiftung Sankt Johannes. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, gibt es seit Anfang des Jahres einen Arbeitskreis „Inklusive Werkstatt“ in der Stiftung Sankt Johannes. In diesem Gremium werden Ideen und Möglichkeiten entwickelt, die Menschen mit Behinderung den Zugang zum sogenannten ersten Arbeitsmarkt erleichtern sollen. Modellprojekte wie das bayernweite BÜWA-Projekt ("Begleiteter Übergang Werkstatt allgemeiner Arbeitsmarkt") zeigen bereits erste Erfolge. Und, dass Inklusion auch in der Arbeitswelt funktioniert. Im Anschluss an die Tagung gab es noch eine Führung durch die verschiedenen Arbeitsbereiche der Werkstätte in Schweinspoint. (pm)