Zehn Schulen für Afrika - Das Ziel ist erreicht

Landrat Stefan Rößle bedankte sich für das Engagement bei Reiner Meutsch und Pia Schmitz-Formes von der Stiftung Fly&Help. Bild: Simon Kapfer
Das Ziel bis zum Jahr 2020 von zehn Schulen in Afrika ist jetzt schon erreicht. Der Landkreis Donau-Ries baut nun durch Spenden zehn Schulen in Afrika. Der Hintergrund der Idee ist es in den ärmsten Regionen durch Schulbildung Perspektiven zu schaffen. 
Donau-Ries - „Wir wollen bis zum Jahr 2020 allein aus Spendengeldern von Privatpersonen und Firmen im Landkreis Donau-Ries zehn Schulen in Afrika bauen.“ Dieses Ziel rief Landrat Stefan Rößle vor etwa einem Jahr aus. Nun wurde verkündet, dass diese Zielvorgabe erreicht wird.
Hintergrund der Idee ist es, in den ärmsten Regionen der Welt durch Schulbildung Perspektiven zu schaffen und so Fluchtursachen zu bekämpfen: Junge Menschen sollen sich durch bessere Bildung in ihrer Heimat etwas aufbauen können, statt nach Europa zu flüchten.
Für seine Idee fand Landrat Stefan Rößle bereits zahlreiche Mitstreiter in der Region. Neben lokalen Unternehmen sowie der Gemeinde Mertingen und der Stadt Nördlingen auch Privatpersonen. Dabei liefern auch kleinste Spendenbeträge einen großen Beitrag.
Emotionaler Höhepunkt in Donauwörth
Reiner Meutsch, Gründer der Stiftung Fly & Help, war im Rahmen der Weihnachtsfeier des Landratsamtes Donau-Ries im Donauwörther Tanzhaus zu Gast. Dort stellte er sein Programm „Abenteuer Weltumrundung“ vor, in dem er über seine Erfahrungen auf Weltreise berichtet. Die beeindruckenden Bilder fernab der touristischen Pfade wecken dabei positive Emotionen, zeigen aber auch das große Elend auf unserem Planeten: „Aus diesem Grund wollte ich helfen und Schulen bauen“, erklärte Reiner Meutsch.
Aus der kleinen Idee ist inzwischen Großes entstanden. 194 Schulen konnte Reiner Meutsch mit seiner Stiftung bislang in den verschiedensten Regionen in Afrika, Südamerika und Asien, gemeinsam mit der Dorfbevölkerung vor Ort, errichten. Möglich ist dieser Erfolg durch das System seiner Stiftung. Diese übernimmt dank seiner privaten Unterstützung sämtliche Organisations- und Personalkosten, weshalb jeder gespendete Euro auch wirklich vor Ort investiert wird.
Die Mitarbeiter finanzieren eine Schule – auch Sie können helfen
Die zehnte Schule aus Spenden im Landkreis werden nun die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes Donau-Ries finanzieren. Diese wird in Namibia, einer ehemaligen deutschen Kolonie, entstehen. Neben der Möglichkeit freiwillige Beträge zu spenden wurden dabei von den Mitarbeitern auch verschiedene Projekte zur Spendensammlung vorgestellt. So können Mitarbeiter beispielsweise freiwillig die Nachkommabeträge ihres Arbeitslohnes in das gemeinsame Schulprojekt fließen lassen: „Der kleine Beitrag von tut niemandem weh“, erklärten die Auszubildenden, die sich die Idee überlegt hatten: „Wenn alle 600 Mitarbeiter mitmachen und so im Schnitt 50 Cent pro Monat geben, können wir damit in den nächsten beiden Jahren über 7.000 € zusammenbekommen.“
Zwei andere Schulprojekte werden mit Spenden der Landkreisbürgerinnen und –bürger in Burkina Faso umgesetzt. Weitere Informationen zu den kommunalen Entwicklungshilfeprojekten im Landkreis DonauRies finden Sie unter www.donau-ries.de/kommunaleEntwicklungshilfe.
„Wir bauen eine Schule für Afrika“ verkündeten auch die Gemeinde Mertingen mit Bürgermeister Albert Lohner und der Kiwanis-Club Donauwörth mit seiner Präsidentin Isabel Klauser und dem Vizepräsidenten Tobias Merkle im Sommer diesen Jahres. Damit folgten Sie dem Aufruf von Landrat Stefan Rößle, einen Beitrag zur kommunalen Entwicklungshilfe zu leisten und aus Spendengeldern der Firmen und Einwohner unseres Landkreises insgesamt zehn Schulen in Afrika zu errichten.
Doch auch wenn inzwischen zehn konkrete Schulprojekte in verschiedenen Afrikanischen Staaten zugesagt sind, liegt zwischen Projektbeginn und dem tatsächlichen Bau einer Schule ein weiter Weg. Denn erst wenn die Finanzierung steht, also der Baupreis zwischen 40.000 € und 70.000 € bereit steht, wird mit dem Bau der Schule begonnen. Mertingen und der Kiwanis-Club haben diesen Weg nun erfolgreich gemeistert. Auf einer gestrigen Veranstaltung im Donauwörther Tanzhaus-Saal übergaben sie Reiner Meutsch von der Stiftung Fly & Help Spendenschecks.
Während Bürgermeister Albert Lohner bei den Unternehmen und Einwohnern seiner Gemeinde Mertingen um finanzielle Unterstützung für die „Mertingen-Schule“ warb und ganze 69.733,20 € sammeln konnte, profitierte die Kiwanis-Schule von Spenden der Clubmitglieder und anderer Kiwanis-Organisationen. Auch hier kam mit der Summe von insgesamt 67.000 € ein Betrag zusammen, der eine gesamte Schule finanziert.  (pm)

Info



#helftunshelfen

Gemeinsam mit Lesern, Kunden und Freunden will unsere Zeitung und das dazugehörige Online-Nachrichtenportal eine Schule in Afrika bauen. Die Kinder
in Omuhoro sind auf unsere Hilfe angewiesen. Deshalb: #helftunshelfen!
Unser Ziel: Zusammen mit der deutschen Stiftung Fly & Help im Norden von Namibia, in der Region Kaokoveld, im Ort Omuhoro, eine Grundschule für
circa 100 Kinder.

Wir freuen uns über jede Spende die uns hilft, den Kindern in Omuhoro eine bessere Bildung zu ermöglichen. Spenden gehen direkt auf das Konto der Stiftung
Fly & Help unter dem unten genannten Verwendungszweck. Wenn gewünscht, stellt die Organisation eine Spendenquittung aus.
Stiftung Fly & Help
Westerwald Bank eG
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