Weltgebetstag

Weltgebetstag der Frauen 2026

Bild: Heike Knoll
Er ist eine besonderer Gebetstag, der jährlich einmal Weltweit stattfindet: der Weltgebetstag für Frauen. Jedes Jahr am ersten Freitag im März wird gefeiert.

Am 6. März 2026 ist es wieder soweit – der Weltgebetstag der Frauen wird gefeiert. Doch was ist dieser Tag, warum ist der so besonders? Die Bewegung entstand bereits Ende des 19. Jahrhunderts in den USA und Kanada. 1927 wurde erstmalig zu einem weltweiten ökumenischen Gebet aufgerufen. 1947 fand in Berlin der erste ökumenische Weltgebetstag in Deutschland statt. Zwei Jahre später, 1949, werden die Gottesdienstordnungen zum ersten Mal in großer Auflage gedruckt und landesweit verschickt. 

Jedes Jahr kommt der Weltgebetstag aus einem anderen Land oder Region. Ausgewählt werden die Schwerpunktländer bei den internationalen Weltgebetstags-Konferenzen, die alle vier bis fünf Jahre stattfinden. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Land arm oder reich ist. So kam zum Beispiel 1992 der Weltgebetstag aus Deutschland, der Schweiz und Österreich.

Was ist jetzt das Besondere am Weltgebetstag?

Der Weltgebetstag ist eine internationale Basisbewegung von Frauen unterschiedlicher christlicher Konfessionen. Jedes Jahr, immer am ersten Freitag im März, laden sie Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche aller Konfessionen und Religionen ein, um gemeinsam für Frieden und Gerechtigkeit zu beten und zu handeln. Das faszinierende an diesem Freitag ist, dass ein Gottesdienst 24 Stunden lang rund um den Globus wandert. Er verbindet Menschen in aller Welt miteinander. Dass dabei auf der ganzen Welt die gleiche Liturgie gebetet wird, macht den ganz besonderen Reiz des Weltgebetstags aus. Die Texte und Gebete des Gottesdienstes sind somit international verbindlich. Sie befassen sich mit den individuellen Problemen und Schwierigkeiten, die besonders Frauen und Mädchen dieses Landes haben. Die Verfasserinnen der jeweiligen Gottesdienste geben den Vorbereitungsteams aber häufig auch Platz für Situationen oder Fürbitten aus ihrem eigenen Land. Die Musik spielt immer eine große Rolle. Die Lieder stammen größtenteils aus dem Land und werden von den Frauen dort festgelegt.

Ein wichtiger Teil im Gottesdienst ist der Aufruf zum Handeln – die Kollekte. Die Kollekten und Spenden kommen Projekten zugute, die vor allem Frauen und Mädchen unterstützen. 

Es gibt ganz unterschiedliche Vorangehens Weisen in der Vorbereitung. In einigen Gemeinden wird in ökumenischen Vorbereitungsteams gearbeitet, in anderen wechseln sich die Konfessionen jährlich ab. Andere Gemeinden schließen sich zusammen, so dass der Ort jährlich rouliert. Alle haben jedoch gemeinsam, dass sie einen Gottesdienst sehr engagiert, anschaulich und informativ gestalten. Oft schließt sich noch ein gemütliches Beisammensein mit kulinarischen Köstlichkeiten aus dem jeweiligen Land an.

Wer jetzt neugierig geworden ist und Lust verspürt einen Weltgebetstags-Gottesdienst zu erleben, ist herzlich eingeladen. Manche Gemeinden bieten extra Kindergottesdienste an. Wo und zu welcher Uhrzeit ein Gottesdienst stattfindet, kann in seinem zugehörigen Pfarramt, katholisch wie evangelisch, erfragt werden. (dra)