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Auch Hunde leiden unter der Hitze

Bild: Robert Oberfrank
Die aktuellen Temperaturen werden für Mensch und Tier zur Herausforderung. Daher gilt es auch bei Hunden einige Punkte zu beachten, damit diese gut durch die heißen Tage kommen.

Wenn die Temperaturen steigen, freuen sich viele Menschen auf Badesee, Biergarten und Sonnenschein. Für Hunde jedoch kann die Sommerhitze schnell zur ernsthaften Gefahr werden. Deshalb appellieren die Vorsitzenden des Jagdverbandes Donauwörth, Albert Reiner und Robert Oberfrank, an die Verantwortung aller Hundehalter. „Hunde können ihre Körpertemperatur nicht so regulieren wie Menschen“, betonen die beiden Jäger. Gerade an heißen Tagen sind Rücksicht und Vorsicht besonders wichtig.

Anders als Menschen besitzen Hunde kaum funktionierende Schweißdrüsen. Sie kühlen ihren Körper hauptsächlich über das Hecheln. Bei hohen Temperaturen oder körperlicher Belastung reicht das jedoch oft nicht aus. Besonders gefährlich wird es im Auto: Schon bei vergleichsweise milden Außentemperaturen kann sich ein Fahrzeug innerhalb weniger Minuten extrem aufheizen. „Ein Hund hat bei Hitze nichts im geparkten Auto verloren – auch nicht für kurze Zeit“, warnt Albert Reiner eindringlich.

Ein Hitzschlag kann für Tiere lebensgefährlich werden. Erste Warnzeichen sind starkes Hecheln, Taumeln, Teilnahmslosigkeit oder Erbrechen. Im schlimmsten Fall droht ein Organversagen. Wichtig ist deshalb, Spaziergänge in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu verlegen und dem Hund jederzeit ausreichend frisches Wasser bereitzustellen.

Unterschätzte Gefahren und Hilfen für Hunde

Auch der Untergrund wird häufig unterschätzt. Asphalt und Pflaster können sich im Sommer stark erhitzen und empfindliche Hundepfoten verletzen. Zudem sollten Tiere niemals in der prallen Sonne angebunden werden. Wer mit dem Hund unterwegs ist, sollte regelmäßige Pausen einlegen und auf übermäßige Anstrengung verzichten.

Abkühlung verschaffen dagegen schattige Plätze, kühle Räume oder Wasser. Viele Hunde freuen sich über ein Bad im See, ein Planschbecken im Garten oder kleine Erfrischungen wie Hundeeis (z.B. eingefrorenes Nassfutter). Auch Kühlmatten oder feuchte Tücher können helfen. Wichtig sei jedoch, überhitzte Tiere nicht abrupt ins kalte Wasser springen zu lassen.

Die Jäger weisen außerdem darauf hin, dass manche Hunde sogar einen Sonnenbrand bekommen können. Besonders gefährdet seien helle, kurzhaarige oder haarlose Rassen. Für empfindliche Stellen wie Nase oder Ohren gibt es spezielle Sonnencremes für Tiere.

Planung in der Urlaubszeit

Mit Blick auf die bevorstehende Urlaubszeit appelliert Jägervorsitzender Oberfrank zudem an Tierhalter, frühzeitig eine Betreuung für ihren Vierbeiner zu organisieren, falls dieser nicht mitreisen könne. „Leider werden jedes Jahr Tiere ausgesetzt. Das ist verantwortungslos und vermeidbar“, so der Vorsitzende. Tierpensionen oder Pflegeplätze bei Freunden seien oft gute Alternativen.

Der Jagdverband Donauwörth macht deutlich: Mit etwas Rücksicht und gesundem Menschenverstand kommen Mensch und Hund gut und sicher durch den Sommer. (dra)