2. Mai 2017, 13:30

Die Zukunft der Landwirtschaft selbst in die Hand nehmen

Auf dem Bild zu sehen sind von links: Vorstandssprecher Michael Kruck,
Bauernpräsident Walter Heidl, Spezialist der Allianz AG Philipp Heyer und Vorstand
Franz Miller Bild: DRA
Bauernpräsident Walter Heidl spricht in Mertingen darüber, wie sich Landwirte ihren Platz in der Gesellschaft sichern Donauwörth
Mertingen -  Kaum eine Branche hat sich in den vergangenen Jahren so stark gewandelt wie die Landwirtschaft. Viele Herausforderungen mussten die Bauern schon meistern, viele neue werden in den nächsten Jahren hinzukommen. Da ist sich Walter Heidl, der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes, sicher. Vor rund 150 Landwirten sprach er kürzlich auf einer Veranstaltung der Raiffeisen-Volksbank Donauwörth eG über die Zukunft der bäuerlichen Familienbetriebe – und diese müssten auch weiterhin aktiv bleiben, um sich ihren Platz in der Mitte der Gesellschaft zu sichern. Der diplomierte Landwirt aus Niederbayern, der einen Betrieb mit Zuchtund Mastschweinen führt, ermutigte die Bauern, an der Gestaltung ihrer Rahmenbedingungen mitzuwirken. Sei es durch einen nachhaltigen Umgang mit den eigenen Ressourcen, zum Beispiel mit den knappen Flächen, aber auch durch politisches Engagement, wenn es um die Gestaltung rechtlicher Grundlagen geht. Er selbst fordert in seiner Funktion als bayerischer Bauernpräsident und Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes eine differenzierte Unterstützung für Familienbetriebe aus dem EU-Haushalt. Nur durch eine Grundstruktur der gemeinsamen Agrarpolitik und Fördermittel könne die Zukunft der Familienbetriebe gesichert werden. Auch innerhalb der Familie müssten Landwirte verstärkt an ihre Zukunft denken, vor allem an „die Zeit danach“. Philipp Heyer von der Allianz Versicherungs AG gab den Zuhörern in der Alten Brauerei Tipps zur Altersvorsorge. Er riet den Gästen, den finanziellen Bedarf im Ruhestand zu ermitteln und die eigene Altersvorsorge ehrlich auf den Prüfstand zu stellen. Insbesondere sollte eine mögliche Pflegebedürftigkeit berücksichtigt werden – vor allem, um die eigenen Kinder zu entlasten und die Landwirtschaft über Generationen hinweg zu sichern. (pm)