6. September 2019, 07:31

Erlebnis-Geotope stehen im Mittelpunkt

Bild: Geopark Ries
Mitte September können anlässlich des bundesweiten „Tag des Geotops“ in Bayern viele Veranstaltungen besucht werden. Auch der Geopark Ries beteiligt sich wieder und lädt zwischen 08. und 22. September zu drei informativen Führungen ein. Ziel ist es, der Öffentlichkeit die Geowissenschaften und die Entstehungsgeschichte des Rieses ein Stück näher zu bringen.

Bei diesem Aktionstag sollen Geotope für jeden verständlich vorgestellt und über die Entstehung der Erde und ihre Wechselwirkungen, natürlichen Gleichgewichte und Kreisläufe im Zusammenhang von Nutzung und Schutz der natürlichen Ressourcen informiert werden. Das Augenmerk soll auf die steinernen Zeugen der Erdgeschichte gelenkt werden, damit wir unsere Heimat besser kennen und schätzen lernen. Der Geopark Ries beteiligt sich wie in den vergangenen Jahren am bundesweiten Tag des Geotops und bietet drei Führungen an, die von zertifizierten Geopark Ries-Führerinnen und -Führern geleitet werden.

Den Auftakt macht bereits am Sonntag, 08. September, Geoparkführerin Kathrin Schön (Diplom-Geographin). Auf dieser Exkursion wandern die Teilnehmer mit Panoramablick über Magerrasen mit seltenen Pflanzen- und Tierarten, durch den Kunstwald sowie an einer uralten Gerichtslinde vorbei. Außerdem besuchen sie zwei Steinbrüche, die Einblicke in einen 160 Millionen Jahre alten Riffgürtel und ein Mündungsdelta des Ries-Sees bieten. Treffpunkt ist um 10.00 Uhr der Parkplatz Almarinstraße in Mönchsdeggingen. Diese Exkursion wurde wegen des Schaftages, der am 15.09.2019 in Mönchsdeggingen stattfindet, um eine Woche auf den 08.09.2019 vorverlegt.

Am Sonntag, 15. September, bietet Geoparkführer Kurt Kroepelin (Diplom-Geologe) eine Autoexkursion an. Im Kesseltal sind mehrere ergiebige Steinbrüche des Suevits bekannt. Es wurde bereits in historischer Zeit Suevit gebrochen. Anfang des 20. Jahrhunderts bestand hier eine ausgedehnte Werksteinindustrie der Fa. Vetter. Der Suevit wurde nach Nördlingen und Donauwörth transportiert. Auch zur Herstellung von hochwertigem Trass- Zement wurde hier Suevit abgebaut. Im Zuge der Exkursion wird ein Überblick zu den zahlreichen Brüchen, teils mit historischen Fotos, gegeben. Handstücke verdeutlichen die unterschiedlichen Ausbildungen des Suevits. Außerdem werden einige Aufschlüsse exemplarisch besucht. Die Bildung von Fahrgemeinschaften wird empfohlen. Treffpunkt ist um 14 Uhr der alte Sportplatz bei St. Anna in der Eglinger Straße.

Eine Woche später, am Sonntag, 22. September bietet Geopark-Führerin Carolin Schober-Mittring eine Führung zu den Geotopen Klosterberg bei Maihingen an. Vom Kellerplatz des Klosters Maihingen aus geht die Führung durchs malerische Mauchtal. Geologische Botschaften aus der Tiefe und ein fossiles Algenriff des ehemaligen Ries-Sees erzählen von der Entstehung des Rieskraters. Auf der 2,6 km langen Wanderung berichtet die alte Klostermühle von vergangenen Zeiten, säumen heilkräftige Pflanzen den Weg und zeugt ein Steinkreuz von einem tragischen Unglück, bevor der Klosterberg den "Aufstieg" mit Ruhebänken und einem Ausblick über den Kraterrand belohnt. Nach der ca. 2-stündigen Führung können die Teilnehmer gleich nebenan das Museum KulturLand Ries und die Klosterkirche mit seiner Barockorgel besuchen. Treffpunkt für die Führung ist um 10 Uhr am Kellerplatz beim Kloster Maihingen (durch den Torbogen bei der Klosterkirche).

Für alle Führungen gilt: Der Preis für Erwachsene beträgt 5 €, für Schüler und Studenten 2,50 €, Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre sind frei. Informationen zum „Tag des Geotops“ gibt es im Internet unter www.tag-des-geotops.de, zu den Führungen des Geoparks Ries unter www.geopark-ries.de/Veranstaltungen. (pm)