650 Tage vor Eröffnung

Spatenstich für die Landesgartenschau: Jetzt startet die Bauphase

Beim Spatenstich für die Landesgartenschau war unter anderem Umweltminister Thorsten Glauber (4. v. l.) zu Gast in Donauwörth. Bild: Mara Kutzner
Noch genau 650 Tage bis zur Eröffnung der Landesgartenschau: Mit dem symbolischen Spatenstich am Freitagvormittag beginnt die Bauphase für eines der größten Stadtentwicklungsprojekte der vergangenen Jahrzehnte.

Bis zur Eröffnung der Landesgartenschau am 27. April 2028 stehen umfangreiche Bauarbeiten an. Geplant sind unter anderem sechs neue Brücken, rund fünf Kilometer neue Fuß- und Radwege sowie weitläufige Park- und Grünanlagen. Ziel ist es, die Donau, Wörnitz und den Kaibach besser erlebbar zu machen und Menschen, Stadt und Wasser stärker miteinander zu verbinden. So sollen neue Aufenthalts- und Erholungsräume entstehen.

Zum Festakt am Donauspitz begrüßte die Stadt auch Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Jürgen Sorré, Landrat Michael Dinkelmeier, Vertretern der Bayerischen Landesgartenschau GmbH sowie zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wurde der Beginn der Bauphase gefeiert. 

"Ein Ort, an dem Erinnerungen entstehen"

Für Oberbürgermeister Jürgen Sorré ist die Landesgartenschau weit mehr als eine Ausstellung für einige Monate. Sie soll ein Ort werden, "an dem Erinnerungen entstehen und Freundschaften geschlossen werden". Der Spatenstich sei ein deutliches Bekenntnis zur Zukunft Donauwörths und zugleich das Versprechen, den Mut zu haben, die Stadt weiterzuentwickeln. 

Auch Umweltminister Thorsten Glauber hob die nachhaltige Bedeutung des Großprojekts hervor. Die Landesgartenschau schaffe klimaresiliente Parkanalgen, sichere wertvolle Altbaumbestände als "Klimaanlage" der Stadt, verbessere Frischluftschneisen und stärke die Biodiversität. "Die Menschen können versichert sein, sie werden eine noch schöner Stadt bekommen", so Glauber. 

Landrat Michael Dinkelmeier sieht in der Landesgartenschau nicht nur eine Chance für Donauwörth. "Wir pflanzen nicht nur Blumen, wie säen den wirtschaftlichen und ökologischen Erfolg der Stadt", sagte er. Profitieren würden aus seiner Sicht auch der Tourismus, Gastronomie und Unternehmen im gesamten Landkreis Donau-Ries. Donauwörth werde dabei zum "Aushängeschild" für die Region. 

Bild: Mara Kutzner

Fördermittel in zweistelliger Millionenhöhe

Die Umsetzung der zahlreichen Projekte wird durch eine außergewöhnlich breite Förderkulisse ermöglicht. Die Europäische Union, der Bund und der Freistaat Bayern unterstützen die Landesgartenschau und die damit verbundenen Stadtentwicklungsmaßnahmen mit Fördermitteln in zweistelliger Millionenhöhe aus unterschiedlichen Programmen.

Ein wesentlicher Bestandteil ist die Gartenschauförderung. Im Rahmen dieses Programms entstehen mit dem Donaupark West, der Kleinen Wörnitz, der Kaibachpromenade und dem Wörnitzpark zentrale Daueranlagen der Landesgartenschau. Bei förderfähigen Kosten von rund 12 Millionen Euro werden diese Maßnahmen mit insgesamt 9,6 Millionen Euro bezuschusst.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau der Rad- und Fußwege. Gefördert wird unter anderem der Neubau eines Geh- und Radweges vom südlichen Stadteingang über den geplanten Park-and-Ride-Platz bis zur neu gestalteten Kaibachmündung. Bestandteil des Projekts sind außerdem zwei neue Brücken über Donau und Wörnitz. Ebenso entstehen eine neue Verbindung zwischen der Kernstadt und der Parkstadt mit einer Brücke über die B 2 sowie weitere wichtige Lückenschlüsse im Geh- und Radwegenetz. Für diese Maßnahmen werden Gesamtkosten von rund 24 Millionen Euro erwartet. Über die „Radoffensive Klimaland Bayern“ sowie voraussichtlich über das Bundesprogramm „Stadt und Land“ und das Bayerische Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz werden Zuschüsse von insgesamt rund 17 Millionen Euro erwartet.

Auch die Städtebauförderung leistet einen wesentlichen Beitrag. Bereits bewilligt wurde ein Zuschuss von einer Million Euro für die Neugestaltung des Donauparks Ost auf einer ehemaligen Gewerbebrache. Darüber hinaus wird die Herstellung der Grün- und Freiflächen im Alfred-Delp-Quartier und weitere Maßnahmen wie kleinere Sanierungen, Entsiegelungen unterstützt. Insgesamt wird die Bund-Länder-Städtebauförderung bei Gesamtkosten von rund 20 Millionen Euro Zuschüsse von bis zu 12 Millionen Euro beisteuern. Außerdem erhält die Landesgartenschau eine KfW-Förderung „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ in Höhe von über 4 Millionen Euro.

Bild: Mara Kutzner

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