9. Januar 2019, 11:04

Zu wenig Regen im Jahr 2018

Symbolbild Bild: Pixabay
Das Jahr 2018 war deutlich zu warm und zu trocken. Es war das Wärmste seit Beginn der privaten Aufzeichnungen vom Donauwörther Joachim Lang im Jahre 1994. Im Vergleich zum Mittel aus dieser Periode war die Temperatur 2018 um 1,1°C zu hoch.
Wetterabweichungen 2018 Bild: Joachim Lang

Die Grafik zeigt die jeweiligen Abweichungen der Monate in puncto Temperatur und Niederschlag. Die blauen Balken zeigen den Niederschlag an, die roten die Temperatur. Ein Balken nach oben bedeutet also zu viel Niederschlag bzw. zu hohe Temperaturen und ein Balken nach unten entsprechend zu trockenes bzw. kaltes Wetter.

Nach einem milden und sehr nassen Januar gab es in der Folge zumeist trockene Monate. Nur der Mai und der September konnten ihr Soll erfüllen. Der sehr feuchte Dezember sorgte dafür, die Jahresbilanz noch aufzubessern. Bei den Temperaturen ist erkennbar, dass Februar und März noch sehr unterkühlt waren, danach waren aber alle Monate zu warm, z.T. sogar sehr deutlich.

Bei uns in der Region sind wir von den stärksten Auswirkungen des "Hitzesommers" verschont geblieben. Erstens wurden bei uns keine Spitzentemperaturen jenseits von 33,5°C gemessen und zweitens hatten wir das Glück, dass bei uns um den 21./22. Juli noch viel Niederschlag in Form von Dauerregen fiel. Von diesem Regen konnten die Böden profitieren, bevor im August die sehr trockene und heiße Phase begann. Da dieses Regengebiet sehr begrenzt war, schlug die Trockenheit in anderen Regionen deutlich härter zu. Dennoch zeigte sich das Niederschlagsdefizit auch bei uns in Form von extrem niedrigen Pegelständen an Donau und Wörnitz, v.a. im Herbst. Am Jahresende gab es dann so viel Regen, dass die Pegel wieder ins Gegenteil umschlugen und die Flüsse Hochwasser führten. (pm)