Am Dienstag gab es in Rain Grund zur Freude. Mit dem Spatenstich zu einem neuen Airbus-Logistikzentrum wurde nicht nur ein wichtiges Zeichen für die lokale Wirtschaft gesetzt, es wurde auch die Verbundenheit von Airbus Helicopters mit der Region gestärkt. Auf einem Grundstück mit insgesamt 34.000 m2 entsteht durch die Firma Honold ein hochmodernes Logistikzentrum, das dem Airbus-Standort Donauwörth auf Jahre hinweg als logistisches Rückgrat dienen soll.
„Wir schaffen hier mit unseren Partnern eine hochmoderne logistische Basis, die für uns ein wichtiger Baustein ist, um unsere ambitionierten Hochlaufziele zu erreichen und unsere über 8.000 Mitarbeiter in unserem Werk in Donauwörth mit den Teilen zu versorgen, die sie benötigen, um unsere Hubschrauber zu fertigen“, erklärte Martin Werner, Head of Digital & Transformation bei Airbus, daher nicht ohne Stolz. Gleichzeitig betonte er die Notwendigkeit einer solchen Investition, die bei rund 30 Millionen Euro liegen wird: „Ohne eine effiziente Logistik im Hintergrund können wir bei Airbus Helicopters nicht effizient arbeiten und unseren Kunden die Hubschrauber liefern, die sie brauchen, um Leben zu retten und unsere Sicherheit zu gewährleisten.“
In Zukunft wird Airbus Helicopters nicht mehr von fünf dezentralen Logistikeinrichtungen in der Region abhängig sein, sondern sich auf die zwei Hauptstandorte konzentrieren können. Dabei handelt es sich um das bereits bestehende Logistikzentrum H1 in Donauwörth und das nun in Rain angestoßene Projekt.
Für Landrat Michael Dinkelmeier ist das Bauvorhaben „ein klares Bekenntnis zum Standort Rain, zur Innovationskraft unserer Region und zu den Menschen, die hier leben und arbeiten“. Eine Sichtweise, der sich der Landtagsabgeordnete Wolfgang Fackler nur anschließen kann: „Konkrete Wirtschaftspolitik wird vor Ort gemacht. Wir sind stolz auf sie.“
Schnelle Umsetzung dank enger Zusammenarbeit
Die Arbeit am Standort Rain soll im Frühjahr 2027 aufgenommen werden, eine Teilnutzung ist bereits für Februar 2027 geplant. Ein durchaus ambitionierter Zeitplan, der erst durch die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik möglich wurde, wie Christopher Nagel (Leiter Bauunternehmen Goldbeck) feststellte. „Das erleben wir so nur selten.“ Diese funktionierende Zusammenarbeit hob auch Rains Bürgermeister Karl Rehm hervor, für den dieses Tempo „keine Selbstverständlichkeit“ sei.
Überhaupt ist dieses Bauprojekt in Rain nur dem Einsatz aller Beteiligten zu verdanken. Ein wichtiger Punkt bei der Standortwahl sei die schnelle Umsetzung gewesen, verriet Matthias Honold, Geschäftsführender Gesellschafter der Firma Honold. Rain überzeugte dabei mit einem bereits fertigen Bebauungsplan und dem geschlossenen Rückhalt im Stadtrat. „Wäre das Projekt nicht in Rain zu realisieren gewesen, wäre es wohl ins Ausland abgewandert.“
So darf sich Rain nun über rund 150 neue Arbeitsplätze freuen, dies sich auf mehrere Abschnitte verteilen. Ein Abschnitt mit 10.000 m2 bildet das Kleinteilelager, dazu kommt der Warenein- und -ausgang (7.000 m2) sowie Büroflächen mit 800 m2. Eine PV-Anlage mit 800 kWh Peak soll für Nachhaltigkeit sorgen. Zudem wird die Effizienz durch automatisierte Lagertechnik und innovative Regalsysteme gestärkt. Die Lagerdichte wird so um rund 50 Prozent erhöht.