Von außen wirkt der Standort in Hamlar unverändert - doch seit einigen Monaten entstehen hinter den Werkstoren Technologien, die weltweit den Betrieb moderner Rechenzentren verändern könnten. Davon überzeugte sich der bayerische Digitalminister Dr. Fabian Mehring bei seinem Besuch der Grenzebach Data Center Solutions. Gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft informierte sich der Minister über die rasante Entwicklung und die wachsende Bedeutung leistungsfähiger Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. Begleitet wurde er unter anderem von Dr. Gordon Rohrmair von der Technischen Hochschule Augsburg und von Robert Mayer von Fujitsu. Im Mittelpunkt standen dabei Automatisierung, Robotik und die Frage, wie Deutschland und Europa im internationalen Wettbewerb um KI-Infrastrukturen bestehen können.
Die Grenzebach Data Center Solutions ist mit sechs Mitarbeitern gestartet. Heute arbeiten bereits 19 Beschäftigte – in Deutschland und den USA – an innovativen Lösungen für Rechenzentren und sogenannte KI-Fabriken. Entwickelt werden unter anderem Roboter, die komplette Server-Racks transportieren, Festplatten automatisch austauschen oder bis zu 5,5 Tonnen schwere Serverregale selbstständig bewegen. "Damit verbinden wir die Automatisierungs-Expertise der Grenzebach-Gruppe mit den Anforderungen digitaler Infrastruktur," erklärt Steven Althaus, CEO von Grenzebach. "Mit Grenzebach Data Center Solutions übertragen wir unsere langjährige Automatisierungsexpertise auf die Anforderungen moderner Rechenzentren und leisten damit einen Beitrag zur Weiterentwicklung digitaler Infrastrukturen.
Von dieser Entwicklung zeigte sich Mehring beeindruckt. „Grenzebach gehört zu den innovativsten Unternehmen unserer Heimat. Hier wurden großartige Lösungen für Rechenzentren und KI-Fabriken entwickelt – aus dem Herzen des bayerischen Mittelstands“, sagte der Digitalminister. Der Freistaat wolle Unternehmen wie Grenzebach aktiv unterstützen: „Wir stellen Netzwerke her und öffnen Türen. Möglicherweise wird der Staat künftig sogar als Ankerkunde auftreten. Wenn es um Rechenzentren geht, muss Grenzebach vorne mit dabei sein.“
Auch für die Region sieht Mehring darin ein wichtiges Signal. Zukunftstechnologien entstünden längst nicht mehr ausschließlich in den großen Metropolen. Innovative Unternehmen aus dem ländlichen Raum könnten entscheidende Impulse für die Digitalisierung und den Ausbau der KI-Infrastruktur liefern. Bei einem Rundgang erhielt der Minister Einblicke in die neuesten Entwicklungen des Unternehmens. Die Technologien aus Hamlar kommen bereits heute weltweit bei Betreibern großer Rechenzentren zum Einsatz und sollen dazu beitragen, den Betrieb der Anlagen effizienter, schneller und zuverlässiger zu machen.