Die Liegestühle sind eingeklappt, die Bar hat geschlossen und bereits morgen wird die urige Holzhütte abtransportiert. Das schlechte Regenwetter tut sein Übriges - am Alten Donauufer herrscht schlechte Stimmung: Die "Donau Welle" wird in diesem Jahr nicht mehr öffnen. Das haben die Betreiber Stefano Messina, Michael Öhlhorn und Pierre Proschek nun offiziell mitgeteilt.
Bürokratie wird der Donau Welle zum Verhängnis
Dass die Bar bereits am Eröffnungswochenende Ende Juni über 300 Menschen anlocken würde, hatten selbst die Betreiber nicht erwartet. An insgesamt fünf Wochenenden etablierte sich die "Donau Welle" zu einem neuen Treffpunkt am Donauufer. Doch Ende Juli folgte dann die Hiobsbotschaft: Genehmigung und tatsächliche Nutzung stimmten nicht mehr überein.
Denn aus dem ursprünglich geplanten Kioskbetrieb war schnell mehr geworden. Für den tatsächlichen Betrieb müssen nun weitere Formalitäten geklärt werden. Wie Michael Öhlhorn erklärt, geht es unter anderem um Baugenehmigungen für die Container und der Bar sowie um Abstandsregelungen zu den Nachbargrundstücken.
Die offenen Punkte sollen nun in einem formalen Genehmigungsverfahren geklärt werden. "Wir haben nichts ausgeschrieben, das nicht genehmigungsfähig ist", stellt Stadtsprecher Mirko Zeitler klar. Die Mitarbeiter im Bau- und Ordnungsamt hätten das Verfahren im Blick und würden dieses zügig bearbeiten. "Keiner will irgendetwas verzögern", betont Zeitler. Auch das Landratsamt und das Wasserwirtschaftsamt sind in das Genehmigungsverfahren eingebunden.
Auch die Betreiber blicken trotz des vorzeitigen Endes optimistisch nach vorne. "Nun wird alles geregelt und wir können daraus lernen", sagen sie.
Die Stadt hatte ihnen zuletzt angeboten, den Barbetrieb vorübergehend an die Freilichtbühne zu verlegen. Das sei zwar "eine gute Idee", sagt Stefano Messina, doch der damit verbundene organisatorische und logistische Aufwand sei für die Betreiber in diesem Jahr allerdings zu groß.
Wiedereröffnung ist im Sommer 2027 geplant
So bleibt es bei den fünf Wochenenden, an denen die "Donau Welle" jeweils von Donnerstag bis Sonntag geöffnet hatte. "Danke an alle Gäste, die an den fünf Wochenenden gekommen sind", sagt Messina und fügt mit etwas Wehmut an: "Natürlich hätten wir gerne mehr gewollt".
Für nächstes Jahr haben die Betreiber bereits weitere Pläne. Neben Getränken und Pommes könnten dann auch kleine Biergartenleckereien sowie Kaffee und Kuchen auf der Karte stehen. Stadt und Betreiber blicken trotz der aktuellen Hürden zuversichtlich auf die kommende Saison und sind guter Dinge, dass die notwendigen Genehmigungen bis dahin geklärt sind.