Viele Jahre haben die Brüder Wolfgang und Markus Göth an ihrer Vision gearbeitet. Am Dienstag, 25. August ist diese nun ein großes Stück konkreter geworden: Im Schlehenweg in Rain erfolgte der offizielle Spatenstich für die neue Produktions- und Verarbeitungsstätte der Metzgerei. Mit dem Neubau will das Familienunternehmen seine Produktion modernisieren und gleichzeitig weiter wachsen.
Metzgerhandwerk in dritter Generation
Die Metzgerei Göth ist aus Rain längst nicht mehr wegzudenken. Die Geschichte des Familienbetriebs reicht bis ins Jahr 1938 zurück. Damals pachtete Metzgermeister Josef Göth in der Hauptstraße in Rain ein noch kleines Geschäft. Ein wichtiger Meilenstein folgte 1953: Die Familie kaufte das Anwesen in der Hauptstraße. Damit war der Weg für weiteres Wachstum frei. 1980 übernahm Wolfgang Göth sen. das Geschäft und führte die Entwicklung des Unternehmens fort. Weitere Filialen in Asbach-Bäumenheim und bei Dehner in Rain kamen hinzu.
Seit 2010 liegen die Geschicke der Metzgerei in den Händen der Brüder Wolfgang Göth jun. und Markus Göth. Und die beiden setzen den Expansionskurs ihrer Familie fort.
Expansion ins Nördlinger Ries
Im September dieses Jahres steht bereits die nächste Neueröffnung an: Die Metzgerei Göth übernimmt die Filiale der Metzgerei Schlecht in Nördlingen. Damit wächst das Unternehmen auf sieben Filialen.
Der Neubau im Schlehenweg markiert schließlich einen weiteren wichtigen Schritt. Neben der Produktion und Verarbeitung soll dort auch ein Werksverkauf auf über 130 Quadratmetern entstehen. Der neue Standort wird damit zugleich zum achten Standort des Unternehmens.
Der Weg dorthin war allerdings nicht ganz einfach. Ursprünglich hatten die Brüder geplant, die neue Produktion in der Hauptstraße zu errichten. „Da hat einfach nichts gepasst“, erklärte Wolfgang Göth jun. Die anschließenden Verhandlungen mit der Stadt Rain seien durchaus hart gewesen. Am Ende konnte jedoch eine Lösung gefunden werden.
Bürgermeister Karl Rehm betonte beim Spatenstich die Bedeutung des Familienunternehmens für die Stadt. Die Metzgerei Göth gehöre zum Rainer Stadtbild. „Wir sind als Stadt froh, Unternehmen wie die Metzgerei Göth zu haben“, machte Rehm deutlich.
Anerkennung und Respekt aus der Politik und dem Handwerk
Auch Landtagsabgeordneter Wolfgang Fackler gratulierte den Brüdern zu ihrem Vorhaben und zollte der Metzgerei Respekt und Anerkennung. Wolfgang und Markus Göth würden sich mit dem Neubau ihre Träume und Visionen erfüllen. Die Metzgerei sei ein „Vorzeigebetrieb für die Zunft und das Metzgereihandwerk“. Lars Bubnick, Geschäftsführer des Landesinnungsverbands für das bayerische Fleischerhandwerk, sprach ebenfalls von großem Respekt. Die Metzgerei Göth stehe sinnbildlich für das bayerische Metzgerhandwerk.
Architekt Anton Fuchs blickte beim Spatenstich auch auf die Entstehungsgeschichte des Projekts zurück. Der Entwurf wurde im Januar 2025 erstellt. Im September 2025 folgte die Genehmigung, im Februar 2026 wurden schließlich die Fördermittel bewilligt. Fuchs hob dabei insbesondere die gute Zusammenarbeit mit den Behörden, darunter dem Landratsamt Donau-Ries, hervor.
Auch stellvertretender Landrat Martin Steigmair blickte mit einem Augenzwinkern auf die Entwicklung des Familienbetriebs: „Rain wird ein Metzgerimperium werden“, sagte er lachend.