Naturschutz

Neue Lebensräume für Amphibien im Raum Monheim

Laubfrosch Bild: Naturpark Altmühltal e. V.
In einer Gemeinschaftsarbeit verschiedener Organisationen wurden im Raum Monheim neue Lebensräume geschaffen. Damit sollen die Populationen gefährdeter Arten gestärkt werden.

Neue Lebensräume für Laubfrosch, Kammmolch und weitere Amphibien sind im Raum Monheim entstanden. Der Naturpark Altmühltal (Südliche Frankenalb) e.V. hat mit Unterstützung der Unteren Naturschutzbehörde Donau-Ries, der Ortsgruppe Monheimer Alb des BUND Naturschutz und der Stadt Monheim bestehende Gewässer aufgewertet und neue Laichgewässer angelegt. Gefördert wurde das Projekt vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

Ein Schwerpunkt der Arbeiten lag im Bereich der Ussel. Dort wurden bestehende Gewässer teilweise entlandet und neue Flachmulden angelegt. Von solchen besonnten, zeitweise wasserführenden Kleingewässern profitiert unter anderem der Laubfrosch.

Viele heimische Amphibienarten sind heute gefährdet oder in ihren Beständen rückläufig. Umso wichtiger ist es, geeignete Laichgewässer zu erhalten und neue zu schaffen. Gleichzeitig tragen die neu angelegten Mulden dazu bei, Niederschlagswasser länger in der Landschaft zurückzuhalten. Davon profitieren neben Amphibien auch zahlreiche andere Tier- und Pflanzenarten.

Gewässer für Kammermolch

Ein weiteres Gewässer wurde in einem Waldgebiet bei Wittesheim wiederhergestellt. Es soll insbesondere als zusätzliches Gewässer für den Kammmolch dienen. Die größte heimische Molchart ist europaweit geschützt und auf geeignete Laichgewässer sowie naturnahe Landlebensräume in deren Umgebung angewiesen.

Die Baggerarbeiten wurden von der Firma Münsinger kostengünstig durchgeführt. Dabei konnte das Projekt von der großen Erfahrung des eingesetzten Baggerfahrers profitieren, der bereits seit vielen Jahren an der Anlage und Pflege von Biotopen mitwirkt. Der Naturpark Altmühltal bedankt sich herzlich für dieses Engagement.

Fachkundige Betreuung des Projekts

Begleitet wurden die Arbeiten vor Ort durch die zuständige Naturpark-Rangerin im Landkreis Donau-Ries Anki Stockinger und Mitglieder der BN Ortsgruppe Monheimer Alb. Die Projektleitung lag bei Christa Borezki.

„Solche Projekte zeigen, wie viel für den Artenschutz erreicht werden kann, wenn unterschiedliche Partner zusammenarbeiten. Naturschutzbehörde, Kommune, Ehrenamt, Unternehmen und Naturpark bringen jeweils ihr Wissen und ihre Möglichkeiten ein. Am Ende entstehen neue Lebensräume für gefährdete Arten“, betont Projektleiterin Christa Boretzki. (dra)