Kampfsport

Monheimer Karatekas holen Medaillen in Chemnitz

Symbolbild Bild: pixabay
Die Monheimer Karatekas stellten sich bei den Chemnitz Open 2026 starker internationale Konkurrenz. Mit Gold, Silber und Bronze sowie wertvolle Wettkampferfahrung kehrte das Team erfolgreich zurück.

Weite Strecke für die Monheimer – aber kein Weg ist ihnen zu weit. Bei den Chemnitz Open 2026 wartete auf die Athletinnen und Athleten ein großes Teilnehmerfeld mit starker Konkurrenz aus dem In- und Ausland. Auf insgesamt elf Wettkampfflächen zeigten die Karatekas ihr Können und stellten sich den Herausforderungen in den Disziplinen Kata und Kumite.

Kata: Starke Leistungen, knappes Ausscheiden

Den Auftakt machten die Kata-Wettbewerbe. Julia Michel startete in der Altersklasse U16 und präsentierte mit ihrer Kata Gojūshiho Shō eine starke Leistung. Dennoch musste sie sich ihrer Gegnerin knapp geschlagen geben. Da diese den weiteren Turnierverlauf nicht bis ins Finale schaffte, blieb Julia auch der Weg über die Trostrunde um Bronze verwehrt.

Anschließend ging Mirija Bock in der Altersklasse U12 an den Start. Mit ihrer Kata Jion zeigte sie eine überzeugende Darbietung, musste sich jedoch ebenfalls knapp geschlagen geben. Auch für sie war damit diese Kategorie vorzeitig beendet, ohne dass sich eine weitere Chance auf Bronze ergab.

Bei den Minis stellte sich Mirija ein weiteres Mal der Konkurrenz. Doch bereits in der ersten Runde traf sie auf eine starke Gegnerin aus Tschechien, der sie sich geschlagen geben musste. Da auch diese Athletin den Einzug ins Finale verpasste, blieb Mirija eine weitere Möglichkeit auf eine Medaille verwehrt.

Kumite: Gold für Liya Bergmann, Silber für Taimoor Bronze für Nicolas Bock

Im anschließenden Kumite zeigten die Monheimer, dass sie auch im direkten Zweikampf mit der Konkurrenz mithalten können. Den Anfang machte Taimoor Mahmood, der bei seinem ersten großen Turnier direkt überzeugte. In seiner ersten Begegnung kam es zu einem spannenden Unentschieden. Da Taimoor den ersten Punkt erzielt hatte, wurde ihm der Sieg zugesprochen. Mit diesem Erfolg kämpfte er sich bis ins Finale vor. Dort musste er sich schließlich einem Gegner aus Berlin geschlagen geben und sicherte sich Silber.

Danach war sein Bruder Mirwais Mahmood an der Reihe. In seiner Gewichtsklasse unterlag er knapp einem Gegner aus der Ukraine. Dieser kämpfte sich anschließend bis ins Finale vor, wodurch Mirwais die Möglichkeit erhielt, in der Trostrunde um Bronze anzutreten. Im entscheidenden Kampf fehlte ihm schließlich nur ein Punkt zum Sieg. Damit belegte er einen starken fünften Platz in seiner Gewichtsklasse. In der offenen Gewichtsklasse war die Konkurrenz noch größer, sodass er sich bereits in der ersten Runde geschlagen geben musste.

Nicolas Bock trat in der Gewichtsklasse bis 45 Kilogramm an. Mit überzeugenden Kämpfen arbeitete er sich bis ins Halbfinale vor, musste dort jedoch eine Niederlage hinnehmen. Im anschließenden Kampf um Bronze nutzte er seine Chance und entschied das kleine Finale für sich. Der verdiente Lohn: Bronze für Nicolas Bock! In der offenen Gewichtsklasse wartete erneut ein großes Teilnehmerfeld auf ihn. Dort war für den Monheimer bereits in der ersten Runde Schluss.

Teamwettbewerb mit knappem Ausgang

Zum Abschluss stand noch der Teamwettbewerb auf dem Programm. Nicolas Bock bildete gemeinsam mit zwei Kollegen aus dem Bezirkskader Schwaben ein Team. In der ersten Runde setzte sich die Mannschaft gegen ein Team aus Tschechien durch und zog damit in die nächste Runde ein.

Dort entwickelte sich eine enge Begegnung, die das Team jedoch mit 1:2 verlor. Damit war der Mannschaftswettbewerb beendet. Auch wenn der Einzug in die nächste Runde nicht gelang, bot der Teamkampf eine weitere Gelegenheit, Wettkampferfahrung zu sammeln und sich mit internationaler Konkurrenz zu messen.

Trainer ziehen positives Fazit

Insgesamt zeigten sich die Trainer mit den Leistungen ihrer Athletinnen und Athleten zufrieden. Neben den drei Medaillen waren insbesondere die Finalteilnahmen von Taimoor Mahmood und Liya Bergmann, die knappen Begegnungen und die gesammelten Erfahrungen wichtige Ergebnisse des Turniers.

Die Chemnitz Open 2026 haben einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, sich auch starker Konkurrenz zu stellen, aus Niederlagen zu lernen und an den eigenen Fähigkeiten zu arbeiten. Für die Monheimer Karatekas geht es nun zurück ins Training. Dort sollen die Techniken weiter verfeinert, Stärken ausgebaut und Schwächen gezielt verbessert werden. Denn nach dem Turnier ist vor dem nächsten Wettkampf – und die nächste Herausforderung kommt bestimmt. (dra)