Das Jahr 2027 steht in Nördlingen ganz im Zeichen zweier außergewöhnlicher Jubiläen von historischer, kultureller und stadtbildprägender Bedeutung. Der Baubeginn der Nördlinger Stadtmauer jährt sich zum 700. Mal, der Bau der St.-Georgs-Kirche zum 600. Mal. Beide Bauwerke sind bis heute zentrale Wahrzeichen der Stadt und prägen ihre Identität in besonderer Weise.
Anlässlich dieser Jubiläen plant die Stadt Nördlingen ein umfassendes, thematisch gebündeltes Jubiläumsjahr mit einem vielfältigen Programm für Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für Gäste aus der Region und darüber hinaus. Ziel ist es, die reiche Geschichte der Stadt nicht nur zu würdigen, sondern sie lebendig, zeitgemäß und für unterschiedliche Zielgruppen erlebbar zu machen.
„Das Jubiläumsjahr 2027 bietet uns die besondere Chance, zwei prägende Kapitel der Nördlinger Stadtgeschichte gemeinsam zu feiern und zugleich den Blick nach vorne zu richten“, betont Oberbürgermeister David Wittner. „Wir wollen Geschichte nicht nur bewahren, sondern sie als lebendigen Bestandteil unserer Stadtgesellschaft erfahrbar machen.“
Großes Programm in Nördlingen ist garantiert
Im Jubiläumsjahr 2027 wird ein breites Spektrum an Angeboten aus den Bereichen Geschichte, Kultur, Tourismus und gesellschaftliches Miteinander geboten. Vorgesehen sind wissenschaftlich fundierte und zugleich allgemeinverständliche Vermittlungsformate wie Vorträge, Ausstellungen und Publikationen zur Stadtmauer und zur St.-Georgs-Kirche. Historische Dokumente sollen präsentiert und neue digitale Angebote, etwa entlang der Stadtmauer, entwickelt werden.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf kulturellen Veranstaltungen im öffentlichen Raum. Geplant sind unter anderem Kunst- und Ausstellungsprojekte in der Altstadt, Open-Air-Konzerte, Konzertreihen an besonderen Orten wie dem Daniel, Theater- und Kleinkunstformate sowie künstlerische Projekte entlang der Stadtmauer. Ergänzt wird das Programm durch literarische und partizipative Aktionen, die sich mit Themen wie Heimat, Identität und Stadtgeschichte auseinandersetzen.
Darüber hinaus versteht sich das Jubiläumsjahr ausdrücklich als „Fest für alle“. Niedrigschwellige, inklusive und gemeinschaftsstiftende Formate sollen eine breite Beteiligung ermöglichen. Geplant sind unter anderem thematische Stadtführungen, Aktionen an Toren und Türmen, Begegnungsformate im öffentlichen Raum sowie Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien. Schulen, Vereine, soziale Einrichtungen und interkulturelle Initiativen werden aktiv eingebunden.
Jubiläumsjahr soll Gemeinschaft fördern und verbinden
Die Gesamtkoordination des Jubiläumsjahres liegt beim Kulturbüro der Stadt Nördlingen unter der Leitung von Dr. Franziska Emmerling. Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen städtischen Sachgebieten sowie zahlreichen externen Partnern aus Kultur, Kirche, Bildung, Ehrenamt, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
Flankiert wird das Jubiläumsjahr durch ein eigenständiges Marketing- und Kommunikationskonzept mit hohem Wiedererkennungswert. Zugänglichkeit, Nachhaltigkeit und Sicherheit bilden dabei verbindliche Grundlagen für alle Veranstaltungen.
Das Jubiläumsjahr 2027 ist bewusst als Gemeinschaftsprojekt der Stadtgesellschaft angelegt. Es verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und setzt Impulse, die über das Jubiläumsjahr hinaus wirken sollen. (dra)