Die Gastgeberinnen gehören auch in dieser Saison zur absoluten Spitze der Liga. Als entthronter Pokalsieger und aktuell Zweiter der Tabelle gehen die Royals als klarer Favorit in die Partie.
Trotz ihrer starken Saison blieb auch Saarlouis nicht ohne Schwächephasen. So leisteten sich die Royals am 20. Spieltag eine überraschende Niederlage in Freiburg. Noch bemerkenswerter aus Sicht der Angels: Bereits am 10. Spieltag setzte es für Saarlouis eine deutliche 61:81-Niederlage in Nördlingen – eine der klarsten Pleiten der Saison. Diese Ergebnisse zeigen, dass der Favorit verwundbar ist – insbesondere dann, wenn es dem Gegner gelingt, das Tempo zu kontrollieren und defensiv konsequent zu agieren.
Baustellen bei den Angels
Die Ausgangslage ist dennoch klar verteilt. Nördlingen reist als Außenseiter ins Saarland – und weiß zugleich um die eigenen Probleme. Vor allem die hohe Anzahl an Ballverlusten zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison und kostete in vielen Spielen wertvolle Possessions. Hinzu kommen wiederkehrende Schwierigkeiten in den Schlussvierteln: Immer wieder gelang es den Angels nicht, enge Spiele über die Zeit zu bringen. Führungen oder ausgeglichene Spielstände kippten in den letzten Minuten – nicht selten auch als Folge von Turnovers und nachlassender Kraft und Konzentration.
Chance durch Disziplin und Konstanz
Gerade deshalb wird es entscheidend sein, die Fehlerquote deutlich zu reduzieren und über 40 Minuten stabil zu bleiben. Das Hinspiel hat gezeigt, dass Nördlingen das Potenzial besitzt, auch ein Topteam wie Saarlouis zu schlagen – damals überzeugten die Angels mit Intensität, Kontrolle und mannschaftlicher Geschlossenheit. Gelingt es, diese Tugenden erneut auf das Parkett zu bringen und insbesondere in der Crunchtime kühlen Kopf zu bewahren, ist eine Überraschung auch diesmal nicht ausgeschlossen. (dra)