Wahlanalyse

SPD im Landkreis: Bilanz nach der Kommunalwahl

Claudia Müller (Landratskandidatin) und MdB Christoph Schmid. Bild: SPD Donau-Ries
Die SPD im Landkreis Donau-Ries hat bei der Kommunalwahl herbe Rückschläge erlitten – nun analysieren die Verantwortlichen das Ergebnis.

Bei einer Vorstandssitzung der Landkreis SPD wurden die Ergebnisse der Kommunalwahl diskutiert und analysiert. Man sieht das Ergebnis als Auftrag, mit noch deutlicheren Positionierungen zu Kernthemen wie sozialer Gerechtigkeit auch im Landkreis sichtbarer zu werden.

Alle anwesenden Vorstandsmitglieder bedankten sich bei Spitzenkandiadatin Claudia Müller für ihren engagierten Wahlkampf, den sie seit der Donau-Ries Ausstellung mit hohem persönlichem Einsatz geführt hatte. Müller selbst zeigte sich von ihrem Ergebnis leicht enttäuscht und erklärte: „Dass es für die Stichwahl nicht reichen würde, hatte ich schon befürchtet. Der Wahlkampf hat sich auf die beiden Favoriten zugespitzt und bei der Materialschlacht, die hier geführt wurde, konnten wir nicht mithalten.“

Trotzdem habe sie in der Zeit viel Zuspruch für ihre sachliche und kompetente Art erhalten und sei daher auch froh, die Aufgabe angenommen zu haben. Nun gelte es, mit der leicht verkleinerten Kreistagsfraktion in die Zukunft zu schauen.

Den Verlust von Stadt- und Gemeinderatssitzen in Wemding, Harburg, Nördlingen und Asbach-Bäumenheim erklärte der Kreisvorsitzende MdB Christoph Schmid unter anderem mit dem zum Teil erstmaligen Antreten der Grünen, den oft gestärkten Ortsteillisten und auch einem Fokus auf bekannte Gesichter. In kleineren Orten wie Tapfheim, Deiningen und Huisheim sei man sogar positiv überrascht worden.

Auch Rita Ortler, die Nördlinger 2. Bürgermeisterin, verwies darauf, dass die Wählerinnen und Wähler Kandidaten aus vermeintlich nicht parteilichen Organisationen oftmals bevorzugt hätten.

Mit Thomas Heydecker und Harald Müller stellt die SPD nun noch zwei Bürgermeister im Landkreis. Bezirksrat Frederik Hintermayr aus Asbach-Bäumenheim zeigte sich bestürzt über die Abwahl von Martin Paninka als Bürgermeister. „Leider wurde hier die exzellente Bilanz aus 12 Jahren Amtszeit nicht gewürdigt, und nicht auf Sachthemen, sondern nur auf Stimmungen geschaut.“ Umso mehr freuen sich die Genossen über die herausragenden Ergebnisse von Thomas Heydecker in Oettingen und Harald Müller in Huisheim.

Zukünftig will die Landkreis SPD an der Sichtbarkeit ihrer einzelnen Mandatsträger*innen arbeiten und weiterhin mit sachbezogener Arbeit punkten. (dra)