9. Oktober 2019, 16:30

CSU/AL-JB will Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten

Symbolbild Bild: Pixabay
Die Kreistagsfraktion CSU/AL-JB fordert, dass sich der Landkreis Donau-Ries der Resolution der UN-Generalversammlung „Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ anschließt und fordert, die darin formulierten Ziele auf kommunaler Ebene zu unterstützen. Um dies umzusetzen, soll eine zusätzliche Stelle im Landratsamt geschaffen werden.

„Wir wollen nicht nur über nachhaltigen Naturschutz reden, um unsere Schöpfung zu erhalten und an unsere Kinder und Enkelkinder weiterzugeben, sondern bei uns vor Ort weitere Schritte einleiten. Deshalb hat die CSU/AL-JB Kreistagsfraktion den Antrag ‚Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten‘ eingereicht“, erklärt Fraktionsvorsitzender Ulrich Lange. In dem Antrag wird gefordert, dass sich der Landkreis Donau-Ries der Resolution der UN-Generalversammlung „Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ anschließt und fordert, die darin formulierten Ziele auf kommunaler Ebene zu unterstützen. Um dies umzusetzen, soll eine zusätzliche Stelle im Landratsamt geschaffen werden.

Für die CSU/AL-JB Kreistagsfraktion sei der nachhaltige Schutz von Natur, Umwelt und Klima eine große, globale Herausforderung. Insbesondere müsse der Ausstoß von Kohlendioxid (CO₂), der zu einem Anstieg der durchschnittlichen Erdtemperatur führe, verringert werden.  Jetzt gelte es, auch direkt vor Ort im Landkreis Donau-Ries den Ausstoß an CO₂ weiter zu reduzieren. Auch wenn die Energiebilanz des Landkreises beispielgebend sei, soll der bestehende Energie-Nutzungs-Plan fortentwickelt werden, obwohl im Landkreis 2017 im Vergleich zum Bayern- und Bundes-Durchschnitt mehr als 2,5 mal so viel Strom aus erneuerbaren Energien pro Kopf erzeugt werde und der Landkreis 97 Prozent seines Stromverbrauchs selbst produziere.

Erreicht werden soll die CO₂-Reduzierung in verschiedenen Bereichen und auf unterschiedlichen Wegen. So soll z.B. das Maßnahmenbündel der Bundesregierung bei der Aufstockung der energetischen Stadtsanierung, die Förderung des Ausbaus der Kraft-Wärme-Kopplung des Sonderprogrammes „Land“ zum Ausbau der Radwege und der Verbesserung der Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) aufgewertet werden. Ziel sei, für einen attraktiven und in die Zukunft gerichteten ÖPNV auf dem Land digitale Informations- und Vertriebssysteme zu fördern, Regelungshindernisse für Ruf- und Bürgerbusse zu beseitigen und digital organisierte private Mitfahrgelegenheiten insbesondere von Pendlern zu unterstützen. Lange weist darauf hin, dass in Berlin derzeit im Rahmen des Personenbeförderungsgesetzes diskutiert werde, neue Angebotsformen zur Verbesserung des Mobilitätsangebots im ländlichen Raum zu unterstützen. So würde z.B. erwogen, Pooling-Dienste unter dem Dach des ÖPNV zuzulassen, um das Konzept des Ruf- und Bürgerbusses mit neuen, digitalen Konzepten zu kombinieren. „Das könnte auch im Landkreis Donau-Ries zu einer wesentlichen Verbesserung der Mobilität führen“, betonte Lange.

Zudem stehe der Insektenschutz im Fokus der Kreistagsfraktion. So sollen die Blühflächen wesentlich vergrößert werden, um damit den Insektenschutz zu verbessern. Das Projekt „Unser Landkreis blüht auf!“ leiste seit 2015 hervorragende Arbeit. Darauf aufbauend soll in Zusammenarbeit mit den Kommunen und den Landwirten unter Einbeziehung von Streuobstwiesen weitere möglichst großflächige Blühbereiche geschaffen werden. Direkte Auswirkungen auf die Natur wird die Anpflanzung von 100.000 Bäumen haben, die in Zusammenarbeit mit den Waldbesitzern, Gartenbauvereinen, Forstämtern, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie den Bürgerinnen und Bürgern umgesetzt werden soll.

Auch wenn die Energiebilanz des Landkreises Donau-Ries jetzt schon in vielen Punkten vorbildlich ist, will die Kreistagsfraktion diese weiter verbessern. Deshalb soll die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Kommunen unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger verbessert werden, um gemeinsame Energieprojekte zu realisieren, z.B. den Bau und dann den Betrieb von größeren Heizblockkraftwerken zur Erzeugung von Wärme und Strom, eine größere rentable Photovoltaik- oder Biogasanlage.

„Wir werden alle Aspekte des Umwelt- und Klimaschutzes durchleuchten und einbringen, die bei uns möglich sind, um bei uns direkt vor Ort Verbesserungen durchzuführen, CO₂-Emissionen zu reduzieren und nachhaltigen Klimaschutz zu erreichen. Wir sind uns darin im Klaren, dass wir alle in einem Boot sitzen und wir nur gemeinsam den Klimaschutz erfolgreich betreiben können. Alle im Landkreis Donau-Ries sind aufgefordert, sich daran zu beteiligen und ebenfalls Verbesserungsvorschläge aufzuzeigen.“ (pm)