6. Oktober 2020, 10:29

Die Donauwörther SPD stellt sich auf

Von links: Oberbürgermeister Jürgen Sorré, Jürgen Jäckel, Brigitte Kundinger-Schmidt, Vorsitzender des Unterbezirks Christoph Schmid und Cihangir Kasapoglu. Bild: Artur Schmidt
Die Vorsitzende der SPD Donauwörth, Brigitte Kundinger-Schmidt, gewinnt mit Cihangir Kasapolglu und Jürgen Jäckel zwei neue Stellvertreter.

„Das war eine lange Durststrecke, wie schön, dass wir uns wieder treffen können“, so begrüßte die Kundinger-Schmidt die Mitglieder zum ersten Treffen des Ortsvereines in diesem Jahr. Als Gäste diesmal mit dabei waren Christoph Schmidt, Vorsitzender des SPD Unterbezirks, und der neue Oberbürgermeister Jürgen Sorré.

Auf der umfangreichen Tagesordnung standen neben dem Rückblick auf ein ganz besonderes erstes Halbjahr der Rechenschaftsbericht des Vorstandes und die Wahl der Vorstandschaft, sowie – mit Blick in die nahe Zukunft – die Wahl der Delegierten für Kreisparteitag und Bundeswahlkreiskonferenz im Herbst. Doch zuvor wurde der verstorbenen Mitglieder gedacht.

Gemischte Bilanz der Kommunalwahl

Auf einen intensiven, spannenden und angespannten Wahlkampf folgte das auferlegte Innehalten der Corona Ausgangssperre. Der Kommunalwahlkampf im Unterbezirk – so Christoph Schmidt – war geprägt von großem Engagement und einem exzellenten Kandidatentableau. Schlussendlich jedoch wurden nicht alle Ziele erreicht. Der negative Bundes- und Landestrend hat sich auch im Kreis fortgesetzt. Schmerzlich sei gewesen, dass Peter Moll es nicht in die Stichwahl geschafft habe, und auch die Fraktion im Kreistag sich auf sieben Mitglieder reduzieren musste. Umso erfreulicher sei gewesen, dass der von der SPD nominierte Kandidat Jürgen Sorré die Oberbürgermeisterwahl gewonnen hat.

Auch die Vorsitzenden Brigitte Kundinger-Schmidt und Peter Moll ziehen für die Kommunalwahlen eine gemischte Bilanz: Trotz überzeugender Kandidaten, starkem Einsatz, gelungener Veranstaltungen dann doch Einbußen im Stadtrat: die Fraktion reduziert auf drei Sitze. Ein Ziel wurde jedoch erreicht: Jürgen Sorré setzt sich in der Stichwahl überzeugend durch.

Kassenbericht und Neuwahl

Kassier Bernd Niemczak präsentierte wie gewohnt einen tadellosen Kassenbericht. Trotz hoher Aufwände für den Wahlkampf wurde ein ausgeglichener Haushalt vorgestellt. Großes Lob dafür gab es von den beiden Kassenprüfern. Dem Dank der Mitglieder folgte die einstimmige Entlastung des Vorstandes.

Dem Vorschlag des scheidenden Vorstandes, von der Doppelspitze auf einen Vorsitzenden mit zwei Stellvertretern überzugehen, wurde von den Mitgliedern einstimmig angenommen. Ebenfalls einstimmig wurden gewählt: Brigitte Kundinger-Schmidt zur ersten Vorsitzenden, sowie Cihangir Kasapoglu und Jürgen Jäckel als Stellvertreter. Auch der weitere Vorstand mit Beisitzern wurde ohne Gegenstimme oder Enthaltung gewählt. So geht der Ortsverein mit bewährten und neuen Gesichtern in die nächste Runde.

Abgerundet wurde die Mitgliederversammlung vom Erfahrungsbericht des  Oberbürgermeister Jürgen Sorré: Fünf Monate im neuen Amt, Eindrücke aus unmittelbarem Wechsel von Spannung der Stichwahl zum ersten Arbeitstag als OB. Wechsel von altem zu neuem Job in schwieriger Zeit. Von langen Tagen intensiver Einarbeitung – hierfür ließ die Entschleunigung des öffentlichen Lebens mehr Zeit. Das Kennenlernen vieler neuer Mitarbeiter. Die Vielzahl und Bandbreite der Themen, das Interesse der Bürger, erkennbar gerade bei den Sprechstunden.

Bedauern gab es einzig über die noch immer anhaltenden Beschränkungen, die einen direkten Austausch mit den Bürgern erschweren. (pm)