20. Februar 2020, 09:34

Eva Lettenbauer will Vereinbarkeit von Familie und kommunalem Ehrenamt stärken

Bild: Amy Berent
Aktuell sind im Donau-Rieser Kreistag 61 Mitglieder. Gerade einmal 13 davon sind Frauen. Weiterhin gibt es viele Gemeinden, in denen außer ein oder zwei Frauen nur Männer im Gemeinderat sind. In einigen Gemeinderäten wie Forheim oder Hainsfarth sind gar keine Frauen vertreten. Die Abgeordnete Eva Lettenbauer von Bündnis 90/ DIE GRÜNEN will das ändern.

Wichtige Schritte zu mehr Frauen im kommunalen Ehrenamt sieht Lettenbauer darin, die Arbeitsbedingungen für Frauen in der Kommunalpolitik zu verbessern und die Vereinbarkeit von Familie und kommunalem Ehrenamt zu stärken: „Wer in einem Kommunalparlament mitwirkt sollte während der Sitzungen die Kosten für eine Betreuungskraft für Kinder oder zu pflegende Angehörige erstattet bekommen. Frauen, die noch immer den Großteil der Sorgearbeit machen, müssen in allen Räten bayernweit ein Recht auf Betreuungskostenerstattung haben“, fordert Eva Lettenbauer.

Außerdem will Lettenbauer, dass Stadt-, Gemeinde- und Kreisrätinnen und -räte nach der Geburt eines Kindes vorübergehend von den Sitzungen befreit werden können. „Eltern sollen in den Wochen nach der Geburt die Möglichkeit haben, auf eigenen Antrag von der Verpflichtung zur Teilnahme an Gremiensitzungen entbunden zu werden. Elternschaft darf nirgends als unentschuldigtes Fehlen gewertet werden“, so Eva Lettenbauer. Erreichen wollen die Landtags-Grünen ihre frauenpolitischen Ziele über eine Novellierung der Gemeinde- und Landkreisordnung des Freistaats. Eva Lettenbauer: „Ziel muss es sein, mehr Frauen für Kommunalpolitik zu interessieren und in die kommunalen Parlamente zu bekommen. Dafür braucht es eine attraktive Arbeitsumgebung für alle Ehrenamtlichen.“

Der Antrag von Eva Lettenbauer wurde am Mittwoch in der Plenarsitzung von der CSU-Fraktion, den Freien Wählern und der AfD-Fraktion abgelehnt. (pm)