4. November 2019, 07:59

Gestalten statt nur Verwalten

Thomas Heydecker wurde einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten der SPD in Oettingen gewählt. Bild: Yvonne Adam
Der SPD Ortsverein Oettingen lud vergangenen Samstag zur Nominierungsveranstaltung von Thomas Heydecker in den Saal der Goldenen Gans ein, um ihn und seine Ziele der Bevölkerung vorzustellen. Der 33-Jährige wurde einstimmig von den SPD-Mitgliedern zum Bürgermeisterkandidaten gewählt.

Der Saal der Goldenen Gans war komplett gefüllt, als SPD-Bürgermeisterkandidat Thomas Heydecker sich den Oettinger Bürgerinnen und Bürgern vorstellte und über seine Ziele für die Stadt sprach. Der 33-jährige Oettinger wurde bereits im Februar diesen Jahres vom Fraktionsvorsitzenden Robin Bhattacharyya und der Ortsvereinsvorsitzenden Martina Krommrei gefragt, ob er sich das Amt des Bürgermeisters vorstellen könne. Damals hatte Heydecker zunächst abgesagt, da er der Idee anfangs sehr skeptisch gegenüberstand.

Doch während der Besteigung eines Berges mit 5642 Metern hatte Thomas Heydecker viel Zeit um nachzudenken und seine Gedanken zu ordnen. Da hatte er den entscheidenden: "Beim Reisen machst du so verrückte Sachen und bei der Bürgermeister-Kandidatur kneifst du?" Für ihn stand damit fest, dass sich nun die Gelegenheit bietet, wirklich etwas verändern zu können.

Zeit für Veränderung

Nach Heydeckers Aussage besteht in Oettingen erhebliches Verbesserungspotenzial. Er möchte den Bürgerinnen und Bürgern eine kompetente, junge und mutige Alternative bieten. "Jetzt ist die Zeit für Veränderung im Rathaus. Es ist Zeit, jemandem die Chance zu geben, der noch nicht voreingenommen ist, der noch nicht in den festgefahrenen Strukturen hängt. Es ist Zeit, endlich wieder vorauszudenken statt nur hinterherzurennen! Endlich wieder zu agieren statt nur zu reagieren! Endlich wieder zu führen statt nur getrieben zu werden! Endlich wieder zu gestalten statt nur zu verwalten" so Heydecker.

Thomas Heydecker erläuterte seine Fertigkeiten und Eigenschaften, die er durch seine Kandidatur einbringen könne: Wirtschaftliches und politisches Verständnis, guter und respektvoller Umgang mit Menschen, das Große und Ganze zu sehen, neue Ideen und Strategien zu entwickeln und schwierige Herausforderungen anzugehen.

Für was die SPD und der Bürgermeisterkandidat stehen, erklärte Heydecker in vier Punkten: ein Fundament, auf dem drei zentrale Säulen stehen. Als Fundament stellte er die Bürgerbeteiligung und den Bürgerdialog vor. Die SPD wolle den dauerhaften Bürgerdialog „GeLOeSt!“ – welcher an diesem Abend ins Leben gerufen wurde – etablieren. Ebenfalls sollen mehr öffentliche Stadtratsdiskussionen im Vorfeld stattfinden und die Oettingerinnen und Oettinger sollen aktiv die Entwicklung der Stadt mitgestalten können. Die erste Säule umfasst den Wirtschaftsstandort Oettingen. Neben dem Ausbau des Tourismus, z.B. Campingplatz und Wohnmobilstellplätze, sei es elementar, den ansässigen Firmen genügend Gewerbeflächen zur Verfügung zu stellen. Dementsprechend müsse hier zukünftig mit mehr Weitsicht agiert werden, betonte Heydecker.

Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Umweltschutz und Nachhaltigkeit stehen für die zweite Säule. "Uns allen sollte doch ernsthaft daran gelegen sein, den zukünftigen Generationen einen lebenswerten Planeten zu hinterlassen", so Heydecker dazu. Er ging auf das Thema Verpackungsmüll ein und erklärte, dass durch die Zusammenarbeit von Stadt und Gastronomen einiges an Müll eingespart werden könne. Auch was die Mobilität angeht, will Heydecker sich vermehrt einsetzen: "Wir benötigen dringend einen Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs und neue Mobilitätskonzepte, die uns helfen, das Auto auch mal stehen zu lassen."

Die dritte Säule betrifft den Bereich soziales Miteinander. Ein Bürgerladen wäre in den Augen der SPD eine sehr gute Sache. "Eine fußläufige Einkaufsmöglichkeit, eine soziale Begegnungsstätte, das wären für die soziale Stadt Oettingen sehr wichtige, ja geradezu ideale Ergänzungen", so Heydecker.

100 Prozent für Heydecker

Nachdem Thomas Heydecker seine Rede beendet hatte, stand die geheime Wahl zur Nominierung an. 21 wahlberechtigte SPD-Mitglieder waren zu der Veranstaltung gekommen und alle waren sich einig, dass Thomas Heydecker der richtige Kandidat für das Bürgermeisteramt ist. So konnte er sich über eine 100-prozentige Zustimmung freuen und darf nun zur Kommunalwahl am 15. März 2020 als Bürgermeisterkandidat antreten.