2. März 2020, 10:38

Großer Anklang des SPD-Frauenfrühstücks

SPD-Frauenfrühstück in Oettingen Bild: Thomas Heydecker
Großen Anklang fand das erste SPD-Frauenfrühstück im Gasthaus Zur Post. Viele Oettingerinnen kamen um bei Kaffee und Häppchen die acht SPD-Stadtratskandidatinnen Rebecca Heller, Martina Krommrei, Yvonne Adam, Bettina Sieben, Elisabeta Tatu, Nadine Ott, Tatiana Meller, Annemarie Leigart und natürlich auch den SPD-Bürgermeisterkandidaten Thomas Heydecker kennenzulernen.

Die langjährige Bundestagsabgeordnete Gabriele Fograscher berichtete über die historischen Verdienste der SPD für die Gleichberechtigung der Frau in der Politik. So sei erst 1977 unter der Kanzlerschaft Helmut Schmidts das uneingeschränkte Recht einer verheirateten Frau auf Berufstätigkeit rechtlich verankert worden. Als sie selbst 1994 erstmals für den Bundestag kandidiert habe, habe sie gegen viele Vorbehalte ankämpfen müssen. Auch die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Ursula Straka legte dar, dass sie sich als Fraktionsvorsitzende im Stadt- und Kreistag bei den anderen Fraktionen erst den gebotenen Respekt erarbeiten musste. Dass Gleichberechtigung immer noch nicht in allen Bereichen selbstverständlich ist, zeige auch eine Erfahrung des SPD-Bürgermeisterkandidaten Thomas Heydecker, der in seiner Begrüßungsrede schmunzelnd erläuterte, dass er oft gefragt werde, warum er eigentlich den Namen seiner Frau angenommen habe. Die Stadtratskandidatin Nadine Ott erläuterte den Anwesenden, dass es bei der Durchsetzungskraft auch immer auf die Haltung ankomme. „Frauen neigen dazu, sich klein zu machen, statt den Raum einzunehmen und Präsenz zu zeigen“. Denn wenn Frauen und Männer miteinander reden, ist die Redezeitverteilung sehr ungleich zu Gunsten der Männer verteilt. „Das werden wir im Oettinger Stadtrat ändern“, waren sich die SPD-Stadtratskandidatinnen einig. (pm)