Beim Feuerwehrfest in Oppertshofen hat sich das Festzelt am Sonntagabend prominent gefüllt: Begleitet von der Musikkapelle Tapfheim zog der stellvertretende bayerische Ministerpräsident Hubert Aiwanger gemeinsam mit Landrat Michael Dinkelmeier und Bürgermeister Markus Späth sowie den Festdamen ins Zelt ein. Nach der Begrüßung durch Markus Späth richtete zunächst Michael Dinkelmeier das Wort an die Besucher. Gemeinsam mit den Festdamen hatte man Hubert Aiwanger zuvor bei einem Termin in Ederheim angesprochen und ihn eingeladen, nach Oppertshofen zu einem politischen Abend zu kommen.
Mobilfunk als Thema auf der Bühne
Auf der Bühne griff Dinkelmeier dann auch direkt ein Thema auf, das die Menschen im Ort seit Jahren beschäftigt: den schlechten Mobilfunkempfang. In Oppertshofen gebe es kaum Netz – und Aiwanger sei als zuständiger Minister auch mit dem Thema befasst und erlebte es an diesem Abend selber. „Wir kümmern uns auch um den Mobilfunk. Der zuständige Minister kennt das Problem“, sagte Dinkelmeier unter dem Jubel der Besucher. Dann betrat der Vorsitzende der Freien Wähler die Bühne.
In seiner rund einstündigen Rede stellte Hubert Aiwanger besonders den gesellschaftlichen Zusammenhalt im ländlichen Raum heraus. „300 Einwohner und stellt so ein Fest auf die Beine. Das bringt die Heimat voran“, sagte der Freie-Wähler-Chef mit Blick auf Oppertshofen. Zugleich appellierte er an die Menschen, im ländlichen Raum zu bleiben: „Gründet Familien, gründet Firmen und lauft nicht in die Großstadt.“ Großes Lob richtete Aiwanger an die örtliche Feuerwehr und die Dorfgemeinschaft: „Das ganze Land sollte sich ein Beispiel an der Feuerwehr in Oppertshofen nehmen. Die Dorfgemeinschaft funktioniert. Darauf dürfen Sie stolz sein.“
Bürgergeld und Energiepolitik
Auch bundespolitische Themen griff der Wirtschaftsminister auf. Beim Thema Bürgergeld sprach er sich dafür aus, Leistungen für Menschen zu streichen, die arbeiten könnten, aber nicht wollten. „Nur so kann der Sozialstaat erhalten werden. Das Geld muss dahin, wo es hingehört“, so Aiwanger.
Beim Thema Energiepolitik warb er für einen breiten Energiemix. Neben Photovoltaik und Windkraft brauche es auch Biogas sowie einige Gaskraftwerke, um eine verlässliche Versorgung sicherzustellen. „Die richtige Mischung macht’s bei der Energiepolitik“, betonte er. Mit einer provokanten Bemerkung sorgte Aiwanger zudem für viele Lacher im Festzelt: „Mit ein paar Ster Brennholz wurde die Höhle warm. Das wussten schon die Neandertaler. Damit sind sie den Berliner Ideologen überlegen.“
Eintrag ins Goldene Buch
Zum Abschluss seiner Rede wünschte Aiwanger Landrat Michael Dinkelmeier alles Gute für dessen Wahlperiode. Nach rund 60 Minuten endete seine Rede mit den Worten: „Gott beschütze uns und die Feuerwehr." Gemeinsam wurde dann die Bayernhymne gesungen - wieder begleitet von der Musikkapelle Tapfheim. Anschließend trug sich Hubert Aiwanger noch in das Goldene Buch der Gemeinde Tapfheim ein und stand den Bürgerinnen und Bürgern für persönliche Gespräche und Fotos zur Verfügung.