28. November 2018, 08:44

Themenabend mit dem Inspekteur der Bayerischen Polizei

Bild: Tobias Eska
„Wie sicher ist Bayern?“ - Diese Frage stellte sich der CSU Ortsverband Harburg zusammen mit dem Regionalarbeitskreis Polizei und Innere Sicherheit Nordschwaben am Wochenende bei einem Themenabend in Eisbrunn.

Harburg - Hierzu konnte der neue Inspekteur der Bayerischen Polizei, Harald Pickert, als Referent gewonnen werden. CSU Ortsvorsitzender Wolfgang Stolz begrüßte die anwesenden Gäste, darunter Landtagsabgeordneten Wolfgang Fackler, Bürgermeister Wolfgang Kilian, Landrat Stefan Rößle und den Bezirksvorsitzenden des CSU Arbeitskreises Polizei, Udo Dreher.

Rund 60 Besucher hörten aufmerksam und sehr interessiert dem Vortrag des Inspekteurs zu, welcher sich unter anderem mit der aktuellen Kriminalitätsstatistik, aber auch mit den neuen Herausforderungen für unsere Polizei beschäftigte. Anhand der vorliegenden Zahlen war erkennbar, dass die Anzahl der Straftaten im Jahresvergleich insgesamt rückläufig ist. Bei den Delikten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ist jedoch eine Steigerung um knapp 20 Prozent zum Vorjahr zu verzeichnen. Laut Pickert hängt dies unter anderem mit einer Gesetzesänderung gerade in diesem Bereich zusammen und der Einführung des neuen Paragraphen „Sexuelle Belästigung“. Eine große Herausforderung für die Polizei ist bereits und wird auch zukünftig die Internetkriminalität sein, so Pickert. Aber auch Betrugsmaschen wie „Enkeltrick“ oder „falscher Polizeibeamter“, welche überwiegend auf Senioren abzielen, werden im Fokus der Ermittlungsbehörden bleiben.

In diesem Zusammenhang wies Pickert nochmals auf die notwendige Novellierung des Polizeiaufgabengesetzes hin, welches gerade mit Blick auf die fortschreitende Digitalisierung der Gesellschaft neue und wichtige Ermittlungsbefugnisse bereits im Vorfeld einer Straftat schafft. Denn Aufgabe der Polizei ist nicht nur die Strafverfolgung, sondern insbesondere auch die Prävention. Ziel muss es sein, dass eine geplante Straftat verhindert werden kann, bevor sie passiert.

Pickert lobte ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit der Staatsregierung, welche in den letzten Jahren die notwendigen Haushaltsmittel für eine gute Ausrüstung und Ausstattung unserer Polizeibeamten zur Verfügung gestellt hat. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Beamten ihre neue Dienstwaffe bekommen und bis Ende 2019 soll die geplante Mitteldistanzwaffe, welche bei lebensbedrohlichen Einsatzlagen ihre Verwendung findet, ebenfalls zur Verfügung stehen.

Im Anschluss beantwortete der Inspekteur im Rahmen einer durch den Vorsitzenden des Regionalarbeitskreises Polizei, Tobias Eska, moderierten Diskussion ausführlich die Fragen der anwesenden Gäste. Eine und wichtigste Frage konnte abschließend ebenso beantwortet werden: „Bayern ist mit Abstand das sicherste Bundesland!“ (pm)