Vorbericht

Angels treffen auf ehemalige Teamkollegin Danielle McCray

Sami Hill ist nach einem Kurztrip zum Nationalmannschafts-Lehrgang in Toronto wieder wohlbehalten in Nördlingen angekommen und brennt auf ihren Einsatz beim Heimspiel am Sonntag. Dort trifft sie auf ihre ehemalige Angels-Teamkollegin Danielle McCray. Bild: Martin Fürleger
Nach einer Länderspielpause geht es für die Eigner Angels am Sonntag zu Hause gegen die TK Hannover Luchse. Das Team aus Hannover steht aktuell auf dem dritten Tabellenplatz und stellt die beste Defensive der Liga.

Nachdem die DBBL vergangenes Wochenende pausiert hat und dafür EuroBasket-Qualifikationsspiele stattfanden, geht es für die Eigner Angels am Sonntag mit dem Ligabetrieb weiter. Doch nicht alle Spielerinnen des Nördlinger Teams hatten eine spielfreie Zeit. Elina Koskimies und Anissa Pounds liefen für die finnische Nationalmannschaft auf und lieferten tolle Spiele ab, während Samantha Hill "mal kurz" in Kanada war und mit der dortigen Nationalmannschaft trainiert hat. Jetzt heißt es den Fokus auf das nächste Heimspiel zu richten, denn am Sonntag, den 21.11. sind die TK Hannover Luchse im Ries zu Gast.

Ein Sieg in eigener Halle wäre für die Angels sicherlich wünschenswert. Nicht zuletzt aufgrund von Verletzungspech mussten sie einige ärgerliche Niederlagen hinnehmen und sind dadurch auf Platz neun in der Tabelle abgerutscht. Ganz anders sieht die Lage bei den Gästen aus. Mit nur zwei knappen Niederlagen gegen die beiden bestplatzierten Mannschaften rangiert der TKH auf Platz drei der Tabelle. Besonders wenn man bedenkt, dass die Niedersachsen die Vorsaison auf dem elften Rang beendet haben und nur aufgrund einer Sonderregelung nicht abgestiegen sind, ein starke Leistung. 

Hannover-Trainerin eine alte Bekannte 

Trainerin des TK Hannover ist seit dieser Saison Sidney Parsons. Sie kennt das Ries noch aus ihrer aktiven Zeit als Spielerin und ist hier in guter Erinnerung geblieben. Nach einigen erfolgreichen Jahren, die sie in Wasserburg von der Seitenlinie aus gestaltete, löste sie dieses Jahr Juliane Höhne als Trainerin der Luchse ab. Bei ihrem Wechsel brachte sie gleich mehrere Spielerinnen mit nach Niedersachen. Anne Zipser und Helena Eckerle hatten sich bereits in Wasserburg großartig unter Coach Parsons weiterentwickelt. Die US-Amerikanerin Kelly Moten hingegen war bereits am Inn eine Führungsspielerin und ist auch an ihrer neuen Wirkungsstätte Top-Scorerin.

Beim Spiel am Sonntag ist noch eine weitere ehemalige Angels-Spielerin zu Gast. Danielle McCray lief noch vor zwei Jahren für Nördlingen auf und glänzte mit herausragenden Statistiken. Tony Imreh weiß also nur allzu gut um ihre Qualitäten und es dürfte ihn alles andere als überrascht haben, dass die aus Florida stammende Centerin bei ihrem zweiten Spiel für den TKH mit 19 Punkten ein Ausrufezeichen setzte. Dass McCray erst zwei Partien absolvierte, liegt daran, dass sie vor drei Wochen für die verletzte Engländerin Samantha Roscoe nachverpflichtet wurde, die zuvor zu den wichtigsten Akteurinnen der Luchse zählte.

Nördlinger Lazarett lichtet sich 

Generell ist die personelle Situation bei den Hannoveranern alles andere als bedenklich. Im Kader finden sich etliche bekannte Namen und die Punkte verteilen sich auf mehrere Leistungsträgerinnen. So begrüßt man unter anderem mit Aliaksandra Tarasava, die eine exzellente Aufbau-Spielerin ist, noch eine dritte Ex-Rieserin in der HKH. Und auch der Name Patricia Broßmann dürfte den Zuschauer*innen ein geläufiger Name sein. Sie zeigte sich bislang als besonders stark an den Brettern und sammelte die meisten Rebounds der Liga.

Auch im Lager der Nördlingerinnen kann man hoffentlich bald aufatmen, wenn Meg Wilson und Mariam Haslé-Lagemann wieder einsatzbereit sind. Nach ihrer langen Zwangspause steht einem Einsatz offensichtlich nichts mehr im Wege und Trainer Tony Imreh kann endlich wieder mit einer größeren Rotation spielen. Das wird am Wochenende auch nötig sein, denn die Gäste haben - wie auch die Angels - keine Punkte zu verschenken. Sie überzeugten besonders durch eine effektive Verteidigung und kassierten bisher die wenigsten Gegenkörbe. Wie sich die Rieserinnen gegen ein derart starkes Team schlagen, kann am Sonntag um 16:00 Uhr live in der Hermann-Kessler-Halle oder im Stream auf Sporttotal.tv verfolgt werden. Für die Zuschauer in der Halle gilt die 2G-Regel und FFP2-Maskenpflicht - immerhin kann man weiterhin live in der Halle dabei sein. (pm)