4. Oktober 2019, 08:20

XCYDE Angels: Zweites Spiel, zweiter Sieg

Die Angels aus Nördlingen gewannen gegen die inexio Saarlouis Royals mit 94:84. Bild: Martin Fürleger
Ein ganzes Jahr lang hatte man im Lager der Angels-Fans darauf gewartet diesen Chorus anzustimmen: „Auswärtssieg, Auswärtssieg.“

Kein einziger dieser ach so wichtigen Erfolgserlebnisse wollte den Rieserinnen letzte Saison gelingen. Und jetzt, in der neuen Spielzeit, klappt dies gleich im ersten Versuch. Bei den inexio Saarlouis Royals entführten die XCYDE-Mädels am Donnerstag Nachmittag mit 94:84 die Punkte.

Mutter des Sieges war erneut US-Girl Leslie Vorpahl. Sie dirigierte nicht nur das Geschehen, sondern setzte immer wenn es nötig war einen drauf. Mit sechs Treffern aus sieben Versuchen von jenseits der Dreierlinie unterstrich die nur 1,68 Meter große Point-Guard-Spielerin ihre werferischen Qualitäten.

Zur Halbzeit führten die Gäste bereits mit 19 Punkten Vorsprung, doch wie so oft im Basketball, sollte es noch einmal eng werden. Angeführt von ihrer überragenden Werferin Jessica Kovatch, die mit 36 Punkten wohl das Spiel ihres Lebens ablieferte, saugten sich die Royals wieder heran bis auf fünf Punkte Abstand im letzten Spielabschnitt. Coach Imreh musste jonglieren und seine foulbelasteten Spielerinnen rotieren lassen. Gut, dass man in einer Nacht- und Nebel-Aktion Rückkehrerin Sami Hills Spielberechtigung klarmachen konnte. Gut, dass Magaly Meynadier an alter Wirkungsstätte – zwei Jahre spielte sie im Trikot der Royals – aufzeigte, dass sie sich im Moment in der Form ihres Lebens befindet. Und gut, dass sich Jung-Star Luisa Geiselsöder unter den Körben immer besser durchzusetzen weiß. Vor den Augen von Bundestrainer Unger lieferte die 20-Jährige quasi eine Bewerbung für die A-Nationalmannschaft ab.

Ein Feiertag am Feiertag. Nach der Schluss-Sirene feierten die XCYDE-Angels ihren Sieg ausgelassen, hörten den lobenden Worten ihres überglücklichen Coaches zu und freuen sich nun auf ein Bundesliga-Spitzenspiel am kommenden Sonntag, endlich zu Hause vor heimischem Publikum gegen die ebenfalls ungeschlagenen Rutronik Stars Keltern, dem deutschen Vizemeister.

Coach Ajtony Imreh: „Der Schlüssel zu diesem Sieg war unsere Vorbereitung, unsere mentale Stärke und unsere Teamchemie. Natürlich gab es individuelle Glanzleistungen in der Offensive, aber das Team war ausschlaggebend. Das macht mich sehr stolz.“ (pm)