16. Juli 2020, 14:05

Sichtschutzwände werden an der B466 errichtet

Symbolbild Bild: Pixabay
Die beiden Kreuzungen der Bundesstraße 466 mit der Ortsstraße und der Bachstraße bei Löpsingen haben sich in einem Auswertungszeitraum 2015-2017 als Unfallhäufungspunkte herausgestellt, auch ab 2018 bis 2020 gab es dort weitere Unfälle.

Die Unfallkommission, bestehend aus Vertretern des Staatlichen Bauamtes, der Polizei und der Verkehrsbehörde der Stadt Nördlingen, hat sich mehrmals getroffen um Lösungen für die Entschärfung dieser Unfallhäufungspunkte zu finden. Bei der letzten Bauausschusssitzung der Stadt Nördlingen wurden die angedachten Maßnahmen vorgestellt. An der südlichen Kreuzung mit der Ortsstraße ist zunächst als Übergangslösung das Aufstellen von Sichtschutzwänden aus Richtung Löpsingen und aus Richtung Süden (Staatsstraße 2213) kommend auf beiden Seiten der jeweiligen Fahrspur vorgesehen. Gleichzeitig wird eine bauliche Umgestaltung des Knotenpunktes untersucht. Dabei werden das Aufstellen einer Lichtsignalanlage bzw. ein Umbau zu einem Kreisverkehrsplatz geprüft.

An der Bachstraße passierten die meisten Unfälle, insgesamt hat es dort seit 2015 19 Mal gekracht. Die Unfallkommission ist deshalb gezwungen schnell zu handeln, um weitere schwere Unfälle zu verhindern. Die sicherste Lösung wäre, die Hauptunfallursache, nämlich das Kreuzen der Bundesstraße 466, zu unterbinden. Es wäre dann nur noch das rechts Ein- und rechts Abfahren auf und von der B466 möglich. Das würde die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer wesentlich erhöhen, da beim Einbiegen in die Bundesstraße nur auf den Verkehr aus einer Richtung kommend zu achten ist. Diese Variante löste bei einigen Mitgliedern des Bauausschusses erhebliche Bedenken aus, da vor allem die Landwirte einen erheblichen Umweg in Kauf nehmen müssten, um von Löpsingen in Richtung Klosterzimmern und zurück zu kommen.

Am 07.07.2020 fand erneut ein Ortstermin mit allen Beteiligten der Unfallkommission statt. Als Vertreterin der Löpsinger Bürger wurde dazu auch, wie im Bauausschuss zugesagt, die Löpsinger Ortssprecherin Frau Gebert-Löfflad geladen. Unter Berücksichtigung des landwirtschaftlichen Querungsbedarfes standen nochmals verschiedene Lösungsansätze zur Diskussion. Im Ergebnis einigte man sich darauf, unter Einschränkung der Sichtverhältnisse durch Sichtschutzzäune das Kreuzen zunächst versuchsweise weiterhin zu ermöglichen.

Das Staatliche Bauamt stimmte diese Vorgehensweise mit den vorgesetzten Dienstbehörden (Regierung von Schwaben als Aufsichtsbehörde und mit der Zentralen Verkehrssicherheitsstelle) ab. Die Unfallkommission wird die Kreuzung weiterhin kritisch im Auge behalten. Sollte sich die Maßnahme nicht bewähren, muss erneut über weitergehende Maßnahmen nachgedacht werden. (pm)