4. Januar 2021, 08:14

SPD Nördlingen für Hesselbergbahn

Symbolbild. Bild: pixabay
Der Vorstand der Nördlinger SPD beschäftigte sich in seiner letzten Sitzung im Jahr 2020, die natürlich virtuell stattfand, u.a. mit der Hesselbergbahn.

Der Vorsitzende, Thomas Stowasser, stellte dabei fest, dass sich im Kommunalwahlkampf die Parteien und politische Gruppierungen noch mit Vorschlägen zum ÖPNV überboten hätten. Jetzt, neun  Monate später, sähe die Lage deutlich anders aus. Ein wichtiger Teil des überregionalen Konzeptes für die Stärkung des ÖPNV sei zweifelsohne die sogenannte Hesselbergbahn. Diese Verbindung würde das Ries an den Verkehrsraum Nürnberg anschließen und positive Auswirkungen für die Pendler, aber auch für den Tourismus bedeuten.

Doch jetzt gebe es kleinteiliges Gezerre um Bahnübergänge, Kosten und Zuständigkeiten, so Stowasser. Dies seien sicher alles Themen, die gelöst werden müssten, trotzdem solle man den großen Plan dabei nicht aus den Augen verlieren. Jetzt seien Macher und Gestalter gefragt und nicht Bedenkenträger und Zweifler, ergänzte der Nördlinger SPD-Vorsitzende.

Landrat Rößle in der Pflicht

Eine wichtige Schlüsselfunktion bei diesem Projekt hätten zweifelsfrei der Kreistag Donau-Ries und an dessen Spitze der Landrat Stefan Rößle. Denn es sei eben doch wichtig, ob und wie stark sich das Landkeisgremium für die Wiederaufnahme dieser Zugverbindung einsetze. Wenn es laut Landrat eine langfristige Planung bedürfe, seien dies die falschen Signale, beklagte Stadt- und Kreisrätin Gabriele Fograscher. Der ländliche Raum brauche einen attraktiven ÖPNV, nur dann werde er von der Bevölkerung angenommen. Zu dieser Attraktivität gehören gute Preise, gute Taktungen und eben gute Verbindungen, forderte der stellvertretende Vorsitzende Jürgen Greiner. Um den Individualverkehr zu reduzieren helfen keine Verbote und/oder Beschränkungen, sondern eben nur ein in den bereits genannten Punkten attraktiver ÖPNV, so stellvertretende Vorsitzende Luise Müller.

Die zweite Bürgermeisterin der Stadt Nördlingen, Rita Ortler, fordert deshalb mehr Mut und Entschlossenheit bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung des ÖPNV´s. Verschiedenste Maßnahmen müssten am Ende in einem Gesamtkonzept aufgehen und eine deutlich Verbesserung für die Bewohner unserer Region bedeuten. "Dies ist die Aufgabe von uns als Politikerinnen und Politikern", so Ortler. Die Hesselbergbahn sei ein entscheidender Baustein in einem ÖPNV-Konzept und müsse nun zügig umgesetzt werden, so die einhellige Meinung des gesamten SPD-Vorstandes in Nördlingen. (pm)