9. Juli 2019, 09:04

Destilla nahm sich Zeit für Dankbarkeit

Renata und Armin Thienel nahmen von Architekt Werner Eberl (Mitte) den symbolischen Schlüssel für das neue Werk entgegen. Bild: Max Bosch
Anlässlich des 50-jährigen Firmenjubiläums und der Fertigstellung des neuen Werks Nummer 2 am Münchner Ring in Nördlingen standen bei der Destilla GmbH am Freitag die Zeichen auf Party. Mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Geschäftspartnern, Kunden, Freunden und Ehrengästen aus der Politik feierte das Unternehmen ein großes Fest.

Die Spezialisten für Geschmack und Aromen gibt es seit 1969, als Franz und Erika Latka die Firma gründeten. Seit 1994 führen deren Tochter Renata und ihr Mann Armin Thienel die Geschäfte, mittlerweile ist mit Matthias und Katharina Thinel die dritte Generation im Unternehmen tätig.

In seiner Ansprache dankte Geschäftsführer Armin Thienel vor allem seinen Beschäftigten: „Ihr seid der Motor des Erfolges!“ Die Geschäftsleitung sei stolz auf ihr Team und ziehe den Hut – „Sie haben dazu beigetragen, dass wir 50 Jahre lang so erfolgreich waren“, meinte Armin Thienel. Der Erfolg in Zahlen: 20-facher Umsatz seit 1996, Wachstum von neun auf über 150 Mitarbeiter. Die neueste Errungenschaft, deren Fertigstellung am Freitag ebenfalls gefeiert wurde, ist das neue Werk in Nördlingen – Investitionssumme: circa 20 Millionen Euro. Auf dem Weg dahin habe es viele Steine gegeben, die aus dem Weg geräumt werden mussten – von der Politik hätte sich A. Thienel dabei manchmal mehr Hilfe erhofft, wie auch im allgemeinen für die mittelständischen Unternehmen insgesamt.

Die Festrede hielt der hielt der bayerische Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Dr. Hans Reichhart (CSU). Von Glühwein über Biere bis hin zu Keksen – Destilla spielt bei vielen Produkten mit, und oft wisse man es gar nicht. „Danke für dieses Genusserlebnis!“, so Reichhart. Destilla sei ein Mittelständler, wie man ihn sich wünsche, der die Fahne des Rieses hoch halte, überdurchschnittlich viel ausbilde und stark gemeinwohlorientert handle. Auch der neue Standort „sucht seinesgleichen“.

Zum neuen Standort hatte Architekt Werner Eberl mehr zu sagen: Sowohl die Bauzeit (18 Monate) als auch die Kosten (20 Millionen Euro) konnte man einhalten. Die Daten: 76.000 m³ umbauter Raum, 10.000 m² modernste Produktionsfläche, beheizt mit Nahwärme, angetrieben von Eigenstrom der Photovoltaikanlage

Nach der Segnung durch Dekan Gerhard Wolfermann und Pfarrer Benjamin Beck sprachen mehrere Gratulanten: MdB Ulrich Lange zeigte sich beeindruckt, wie weit man es in 50 Jahren bringen kann. Destilla setze laut Lange Maßstäbe bei der Verbindung von Tradition und Moderne, in Sachen Technologie und Nachhaltigkeit.

Landrat Stefan Rößle gratulierte zu einer beeindruckenden Firmengeschichte und lobte, dass die Familie Thienel zu ihren Mitarbeitern, zu Nördlingen und zur Nachhaltigkeit stehe. Auch Oberbürgermeister Hermann Faul freute sich über die Zukunft des Unternehmens in seiner Stadt, Destilla sei „ein Glanzpunkt des Nördlinger Mittelstands.“

Weiteres Lob kam von Tobias Koppitz, Geschäftsführer des Deutschen Verbandes der Aromenindustrie, und von Andreas Dirr, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Donau-Ries.

Das größte Lob aber sprach den Thienels ihre Belegschaft aus: Mit ihrer überraschenden „Danke“-Aktion rührten die Destilla-Leute besonders Renata Thienel zu Tränen und sorgten so für den emotionalsten Moment bei einer denkwürdigen Destilla-Jubiläumsfeier.

Die Belegschaft bedankte sich herzlich bei Renata und Armin Thienel (im Vordergrund) und ließ keinen Zweifel: Man arbeitet gerne bei Destilla. Bild: Max Bosch