Partnerunternehmen

Destilla spendet Stromgeneratoren an Partnerunternehmen in der Ukraine

Das Destilla-Partnerunternehmen Factoria aus der Ukraine freut sich über die ersten beiden Stromgeneratoren. Bild: Factoria Kiev Ltd
Seit der von Bundeskanzler proklamierten Zeitenwende nach dem russischen Überfall auf die Ukraine ist auch bei der Factoria Kiev Ltd, dem Partnerunternehmen des Nördlinger Aromenherstellers Destilla, nichts mehr wie zuvor. Vom einen auf den anderen Tag musste reagiert und improvisiert werden, um den Weiterbetrieb des Unternehmens zu sichern. Die Angriffe auf die kritische Infrastruktur verschlimmern die Lage noch weiter.

Der Sitz des Unternehmens wurde aus dem Zentrum von Kiew an den Rand der Stadt verlagert, nachdem eines Morgens durch die Flugabwehr abgeschossene Raketenteile in unmittelbarer Nähe der Wohnung von Geschäftsführerin Natali Melnichuk eingeschlagen sind.

Die Arbeit soll trotz des Krieges aufrechterhalten werden. Für viele Ukrainerinnen und Ukrainer bringt sie doch ein Stück Normalität in ihr Leben, auch wenn die Gefahr zum Dauerbegleiter geworden ist. Doch daran habe man sich mittlerweile gewöhnt, berichtet Viktor Aleksandrov, ebenfalls Geschäftsführer, der seit Kriegsausbruch in engem Austausch mit Destilla steht.

„Wir sorgen uns sehr um unsere Freunde in der Ukraine“, sagt Destilla-Geschäftsführer Armin Thienel und ergänzt: „Es ist schrecklich mitzuerleben, dass bei unseren Partnern, die 2019 noch zu Gast beim Stadtmauerfest in Nördlingen waren, nun ein schrecklicher und menschenverachtender Krieg herrscht. Wir als Familienunternehmen sehen es als unsere Pflicht an, unseren Partner Factoria Kiev daher bestmöglich zu unterstützen und alles uns mögliche zu tun, um die Wünsche und Bedürfnisse vor Ort zu erfüllen.

Generatoren sind Mangelware

Nachdem Russland seit Oktober gezielt die kritische Infrastruktur der Ukraine angreift, fehlt es dem Unternehmen sowie den Angestellten an Energie, hauptsächlich in der Form von Elektrizität. Da daraufhin im ganzen Land Generatoren zur Mangelware wurden, ereilte Destilla im Dezember der Wunsch nach einer Möglichkeit solche Geräte zu beschaffen.

„Wir mussten nicht lange überlegen“, erzählt Matthias Thienel, ebenfalls Destilla-Geschäftsführer. „Kurzfristig konnten zwei Geräte beschafft werden, die mit einer Warenlieferung Mitte Dezember mitgeschickt wurden und bereits ihre Dienste vor Ort verrichten. Mithilfe der Weihnachtsspenden der Belegschaft, der Hilfe eines befreundeten Unternehmens und uns wurden nun weitere vier Generatoren angeschafft, die nun ebenfalls nach Kiew zu unserem Partner gehen“, so Thienel weiter.

Auf diese Weise kann der Weiterbetrieb von Factoria Kiev Ltd. gesichert werden. Auch die eingehenden Bestellungen bei Destilla zeigen, dass man sich in der Ukraine nicht unterkriegen lässt. Der Wunsch nach einem geregelten Alltag lebt, trotz oder gerade aufgrund der Wirren des Krieges.

Destilla wird weiterhin engen Kontakt halten und seine Unterstützung und Solidarität weiter bekunden. (pm)