25. Januar 2018, 15:19

IG Metall: 2000 Beschäftigte protestieren in Donauwörth

Bild: Mara Kutzner
2.000 Beschäftigte aus der Region waren am Donnerstagmittag zu einer Warnstreikkundgebung aufgerufen. Mitarbeiter, unter anderem von Valeo und Airbus Helicopters, fordern 6 % mehr Lohn. 
Donauwörth - Heute ist die zweite Warnstreikwelle in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie zu Ende gegangen. Seit Beginn der Warnstreiks am 8. Januar haben sich in Bayern 203.579 Beschäftigte aus über 350 Betrieben beteiligt, so viele wie seit Langem nicht. Im Landkreis Donau-Ries haben heute rund 2.000 Beschäftigte von Airbus Helicopters, Fendt AGCO, Fendt Caravan, Bühler Motor, Schwaben Präzesion und Valeo ihre Arbeit niedergelegt und auf am Mittag auf dem Fischerplatz im Ried für mehr Einkommen demonstriert. Zuvor zogen die Metaller in zwei Sternmärschen, ausgehend vom Pappelweg und der Industriestraße in die Innenstadt.
Grund dafür sind die ergebnislos vertagten Tarifverhandlungen. Die IG Metall fordert in der aktuellen Tarifrunde der bayerischen Metall- und Elektroindustrie 6% mehr Einkommen und mehr Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit. "Statt über unsere Forderungen zu verhandeln, stellen die Arbeitgeber Gegenforderungen wie die Abschaffung des tariflichen Kündigungsschutzes für ältere Beschäftigte, die Streichung von Mehrarbeitszuschlägen in vielen Fällen oder die kollektive Erhöhung der Wochenarbeitszeit auf 42 Stunden", so Michael Leppek, Geschäftsführer der IG Metall Augsburg. "Wir haben das Geld verdient, weil wir es erwirtschaftet haben", rief Leppek bei der Kundgebung in Mikrofon.
Die Frustration bei den Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in der Region ist groß. Dass ein Unternehmen im Umkreis von Donauwörth den Mitarbeitern sogar mit Abmahnungen droht - obwohl während eines Streiks die Pflichten des Arbeitsvertrags aufgehoben sind - hält die Beschäftigen deshalb nicht ab, an der Kundgebung teilzunehmen.
Wenn man am Freitag bei den Tarifverhandlungen nicht zu einer Einigung kommt, wovon Leppek ausgeht, drohen 24 Stunden Warnsteiks und sogar unbefristete Streiks.