5. April 2019, 14:04

Marke Donauries startet mit neuen Projekten durch

Eines der neuen Projekte der Regionalmarke: der DONAURIES Bus. Bild: Landratsamt Donau Ries
Vor drei Jahren startete im Landkreis die Marke Donauries. Bei der dritten Geschäftsbereichsversammlung standen neben den turnusgemäßen Neuwahlen auch die Präsentation von vielen neuen Projekten auf der Tagesordnung.

Als man 2014 mit der Entwicklung der Regionalmarke Donauries begonnen hat, habe sich der Fachkräftemangel bereits abgezeichnet. Genau deshalb habe man die Marke ins Leben gerufen, so Landrat Stefan Rößle in seiner Begrüßung auf der dritten Geschäftsbereichsversammlung der Marke Donauries. Zu dieser hatte der Wirtschaftsförderverband in die Räumlichkeiten der Roko GmbH nach Asbach-Bäumenheim eingeladen. „Mittlerweile merken immer mehr Unternehmen den Fachkräftemangel“, so der Landrat weiter. Bei einer Arbeitslosenquote von 1,5% und einer negativen Arbeitslosigkeit von 1100 Arbeitslosen gegenüber 1800 offenen Stellen, auch nicht weiter verwunderlich. Man müsse nun schauen, so Rößle, dass mehr Leute in den Landkreis kommen, sehen wie schön es hier ist und dann auch hier leben und arbeiten möchten. Die Markenpartner, mittlerweile 195 an der Zahl, sehe man hierbei als Kooperationspartner. Man wolle ihnen nichts aufdrängen, sondern in guter Partnerschaft und auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Am 14. November letzten Jahres hatte der Kreistag einstimmig dafür gestimmt, die Regionalmarke weitere drei Jahre fortzuführen und die Finanzierung sicherzustellen. Neben der Fortführung der Marke, sei mit „natürlich Donauries“ außerdem auch ein möglicher zweiter Slogan diskutiert worden. Am Ende habe man sich aber dafür ausgesprochen beim ursprünglichen Slogan „Glückstreffer“ zu bleiben, da dieser ein Alleinstellungsmerkmal sei, informierte der Landrat.

Etatplan verbaschiedet

Zahlreiche Markenpartner hatten die Gelegenheit wahrgenommen, um sich über laufende und geplante Projekte zu informieren, den Etatplan zu verabschieden und ihre Stimme bei den turnusgemäßen Neuwahlen abzugeben. Veit Meggle, der Geschäftsführer Wirtschaftsförderverband Donauries e.V., stellte den anwesenden Markenpartnern die Strategie bis 2021 vor. So setze man bei der Fachkräftegewinnung darauf, sowohl geographische als auch demographische und psychographische Kriterien miteinzubeziehen. Bei den demographischen Kriterien konzentriere man sich auf die Generationen X, Y und Z. Das schließe Personen im Alter zwischen 16 und ca. 45 Jahren ein, so Meggle. Bei den psychographischen Kriterien spielen vor allem Werte und Bedürfnisse der zukünftigen Fachkräfte eine Rolle. Mit der Einbeziehung der verschiedenen Kriterien wolle man die Wirtschaftskraft sichern und verbessern, das Arbeiten im Landkreis Donau-Ries attraktiver gestalten, die Standortqualität der Region optimieren, ein positives Image in der Öffentlichkeit erzeugen und die Zufriedenheit der Fachkräfte verbessern. Neben den bereits bestehenden Projekten, dazu zählen unter anderem die Projektwoche Schule Wirtschaft oder der Tag der offenen Unternehmen Donauries, sollen auch neue Projekte gestartet werden, um Fachkräfte zu sichern. Dazu zählt unter anderem der Donauries Bus. Mit diesem Bus sollen Studierenden der Universität Augsburg, Betriebe aus dem Landkreis kennenlernen. Auch Donauries auf Tour gehört zu den neuen Projekten der Regionalmarke. Hier will Marke ihre Markenpartner verstärkt auf Jobmessen in Stuttgart, Nürnberg und München präsentieren. Eine weitere Maßnahme stellte Dr. Celine Schulz vom Wirtschaftsförderverband Donauries vor. So soll durch emotionales Storytelling mit Geschichten von realen Personen aus dem Landkreis die Attraktivität im Bereich Arbeiten gesteigert werden. Eine langfristige Optimierung der Standortqualität will die Regionalmarke zum Beispiel durch die Veranstaltungsreihe DONAURIES informiert erreichen. Zum 1. Juni 2019 soll außerdem eine neue Homepage an den Start gehen. Grund hierfür sei, dass auf der bisherigen Seite, die auf dem Regionalportal zu finden ist, kein Online-Marketing erlaubt ist und man so im Bereich der Fachkräftegewinnung „verloren habe“, begründete Schulz die Notwendigkeit. Im Anschluss gab Schulz noch einen Überblick über die geplanten Marketingaktionen, darunter auch verschiedenen Sponsorings im kulturellen und sportlichen Bereich.

Die „nackten Zahlen“ präsentierte wiederum Veit Meggle.  So standen 2018 den Einnahmen in Höhe von rund 331.000 Euro, Ausgaben von rund 374.000 Euro gegenüber. Nach dem Bericht der Kassenprüfer und einstimmigen Entlastung der Vorstandschaft, wurde der Etatplan vorgestellt und ebenfalls einstimmig beschlossen. Ehe Ernährungsberaterin Ulrike Pischke aus Huisheim über „Betriebliche Gesundheitsförderung - ein Plus für Arbeitgeber und Arbeitnehmer“ referierte, standen noch die Neuwahlen des Markenvorstand, des Fachbeirat Marketing und der Rechnungsprüfer auf der Tagesordnung. Während beim Markenvorstand und bei den Rechnungsprüfern alles beim Alten blieb, besteht der Fachbeirat Marketing nun aus 19 Mitgliedern.