Mit dem „Versorgungswerk“ ist am Donnerstag Bayerns erster Baumarkt-Smartstore an den Start gegangen. Das digitale Nahversorgungskonzept soll die Versorgung mit Bau-, Heimwerker- und Gartenbedarf im Ries verbessern und einem langjährigen Leerstand in der Oettinger Innenstadt neues Leben einhauchen. Damit wird nur sechs Wochen nach der Vorstellung des Konzeptes einem langjährigen Leerstand Oettinger Schloßstraße 48 wieder neues Leben eingehaucht.
Federführend bei dem Projekt ist der BGU Baufachmarkt, der bereits zwei große Baumärkte in Ansbach und Weißenburg betreibt. Vor geladenen Gästen, Partnern und Vertretern der Politik eröffnete BGU Geschäftsführer Daniel Stiegler den Store am Donnerstagabend in einem kleinen Festakt.
„Mit Oettingen startet unser erstes Versorgungswerk in Bayern. Die Zusammenarbeit mit der Stadt und die Offenheit für neue Konzepte haben wesentlich dazu beigetragen, dass wir dieses Projekt verwirklichen konnten. Wir sehen darin einen wichtigen Baustein für die Nahversorgung im ländlichen Raum“, sagte Stiegler in einer kurzen Ansprache. Einen kleinen Wehmutstropfen müssten die Oettinger allerdings schlucken. Auch wenn in dem Geschäft kein Personal vor Ort sein wird, verbietet die aktuelle Ladenschlussregelung eine Öffnung nach 20 Uhr und am Sonntag. Dann ist nur noch der Bereich mit Lebensmitteln im vorderen Teil des Stores geöffnet. Der Geschäftsführer findet das nicht nachvollziehbar: „Während Corona waren Baumärkte systemrelevant, heute ist es wieder wichtiger, dass man Blumen einkaufen kann – wer ein Leck unter dem Waschbecken hat, der kann laut unserer Staatsregierung ruhig bis Montag warten“
Erster Bürgermeister Thomas Heydecker lobt den Smartstore
Auch Bürgermeister Thomas Heydecker sieht in der Eröffnung einen Gewinn für die Stadt: „Mit dem Versorgungswerk schließen wir nicht nur eine Versorgungslücke, sondern beleben auch einen langjährigen Leerstand in unserer Innenstadt. Das ist ein Gewinn für Oettingen und die gesamte Region.“
Das Versorgungswerk bietet auf rund 160 Quadratmetern ein kompaktes Sortiment mit Produkten für Bau, Heimwerken und Garten. Der Zutritt erfolgt per Personalausweis, eingekauft wird über eine Self-Checkout-Kasse – ganz ohne klassisches Kassenpersonal. Geöffnet ist der Bau-Smartstore montags bis samstags von 6 bis 20 Uhr.
Zwei Nahversorgungskonzepte kombiniert
Ergänzt wird das Angebot durch einen Lebensmittelbereich im Eingangsbereich, der zwar ab 20 Uhr abgetrennt, aber somit rund um die Uhr zugänglich ist und Artikel des täglichen Bedarfs bereithält. Damit verbindet das Versorgungswerk zwei Nahversorgungskonzepte an einem Standort.
Bereits bei der Vorstellung des Projekts im Juni war das Interesse in der Region groß. Mit der offiziellen Eröffnung ist das Konzept nun im Alltag angekommen. Nach erfolgreichem Start in Oettingen soll bereits nach dem Sommer der nächste Standort im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen eröffnet werden. (dra)