Städtebauförderung

Sanierungsbetreuung in Auhausen gestartet

Neben dem ehemaligen Kloster soll ein künftiger „Wörnitzpark“ die historische Substanz um die Mühle, den Pfarrgarten mit „Predigthäuschen“ sowie die ortsnahe Auenlandschaft aufwerten. Bild: R. Kaußler
Die Städtebauförderung in der Nordrieser Gemeinde Auhausen nimmt im neuen Jahr Gestalt an. Die wechselnde Förderbezeichnung von „Soziale Stadt“ zur Benennung „Sozialer Zusammenhalt“ könnte für den kleinen Ort zum „Programm“ werden.

Bürgermeister Martin Weiß begrüßte neben geschäftsleitendem Beamten Günther Schwab und Kämmerin Birgit Mayer von der Verwaltungsgemeinschaft Oettingen erstmals vor Ort den im vergangenen Jahr ausgewählten Sanierungsbetreuer von „Die Städtebau – Gesellschaft für Kommunalberatung – Südbayern – GmbH“, Herrn Gunther Wild aus Gersthofen.

Gunther Wild ließ vor dem versammelten Gemeinderat nochmals die einzelnen Verfahrensschritte, die in aufwendiger Vorarbeit von der Gemeinde mitsamt der aktiven Ortsbevölkerung und den staatlichen Stellen in Zusammenarbeit mit beauftragten Planern bereits auf den Weg gebracht worden sind, Revue passieren. Auf der Basis des „Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts“ (ISEK) und der „Vorbereitenden Untersuchungen“ (VU)sei, so Wild, zwischenzeitlich einiges abgearbeitet worden: Verteilung des erarbeiteten ISEK-Berichts als Handbuch an alle Haushalte, Erstellung eines konkreten Maßnahmen-Katalogs, Festlegung des Sanierungsgebiets im Ortskern von Auhausen mit 28 Hektar Fläche, Beschluss der Sanierungssatzung für das „vereinfachte Verfahren“ und letztendlich die Bestellung der gewünschten Sanierungsbetreuung.

Dipl.-Ing. Wild führte mit dem Erhalt des historischen Ortskerns, der ortsbildverträglichen Sicherung im Einhergang mit der Beseitigung baulicher Missstände, der Stärkung des Dorfzentrums, der Einbringung der kommunalen Daseinsvorsorge, der Stärkung des Vereins- und Gemeinwesens sowie ausdrücklich der Aktivierung privater Investitionstätigkeit die nun konkreten und förderfähigen Ziele aus. Zugleich gibt er das Signal an das Gremium: „Heute ist der Start des kommunalen Förderprogramms“.

Gestaltungshandbuch wird erstellt

Aufgrund der erklärungsbedürftigen staatlichen Fördermöglichkeiten, der gemeindlichen Aufstockung aber auch einer Sonderabschreibungsmöglichkeit empfiehlt er „sinnvollerweise eine Informationsveranstaltung für die Bevölkerung“ im Hinblick auf eine „nachpandemische Zeit“.

Um jedoch das notwendige „Handwerkszeug“ für eine professionelle Sanierungsbetreuung mitzugeben, war an diesem Abend die Erstellung eines Gestaltungshandbuchs zu beschließen. Das wird die „Grundlage für das kommunale Förderprogramm, als Leitlinie zur Unterstützung von privaten Sanierungsmaßnahmen mit Einfluß auf das Ortsbild“, bestätigte Bürgermeister Weiß.

Impulsmaßnahme

Nach dem bisherigen „theoretischen Verfahren“ und dem „heutigen Startschuss“ sollte man nun auch eine erste praktische Umsetzung vorzeigen können, schlägt Martin Weiß vor. Mit dem aus der Bevölkerung und den Vereinen vorgeschlagenen „Projekt Wörnitzpark“ kann die Gemeinde eine erste „Impulsmaßnahme“ den Weg bereiten: In unmittelbarer Nachbarschaft zu dem bereits mit Vereinsengagement umgestalteten Pfarrgarten ist eine „Erlebbarmachung des Wörnitzufers“ mit ansprechendem Zugang, Sandstrand, Bootsanlegeplatz und Holzterrasse ganz besonders „prädestiniert“; selbstverständlich unter Beachtung und Einbeziehung der Schutzgebietsvorgaben.

Als nächsten Punkt stellte Gunther Wild die anstehende „Machbarkeitsstudie Prälatur“ mit einem geplanten Übergang zur neuen gemeindlichen „grünen Mitte“, der Klosterwiese, unmittelbar neben der historischen Klosterkirche vor. Wir benötigen die „Überführung in ein bauliches Konzept“ für die nächsten Monate, welches per einstimmigen Beschluß die volle Zustimmung der Mandatsträger bekommen sollte.

Abschließend konnte Bürgermeister Weiß noch die „erfreuliche Nachricht“ kundtun, wonach die Gemeinde Auhausen erneut eine Förderzusage aus dem Regionalbudget der ILE-Region „Fränkisches Seenlandes-Hahnenkamm“ erhalten hat: Auf Vorschlag des Heimat- und Verschönerungsvereins und unter planerischer Begleitung von Sofia Beck kann nun die Überdachung des Kneippbeckens im Pfarrgarten erfolgen. (pm)