Förderung

Über 7 Millionen an Fördergeldern für das Donau-Ries

Bild: pixabay
Für dieses Jahr wurden mehrere Millionen an Fördergeldern aus der Bund-Städtebauförderung ins Donau-Ries vergeben. Insgesamt profitieren zwölf Kommunen von den Geldern.

Im Rahmen der Bund-Länder-Städtebauförderung 2026 erhalten zwölf Kommunen im Landkreis Donau-Ries finanzielle Unterstützung für ihre städtebaulichen Entwicklungsvorhaben. Konkret fließen 7,12 Millionen Euro in 13 Maßnahmen mit einem breiten Spektrum an Projekten, die Ortskerne stärken, historische Substanz bewahren und den öffentlichen Raum aufwerten. 

„Die Bund-Länder-Städtebauförderung ist und bleibt eines der wichtigsten Instrumente zur nachhaltigen Entwicklung unserer Städte und Gemeinden“, so MdL Wolfgang Fackler, der die Zahlen heute aus dem Bayerischen Bauministerium erhalten hat. 

Ulrich Lange, Bundestagsabgeordneter für den Landkreis Donau-Ries, ergänzt: „Die Koalition in Berlin hat die Bundesmittel für das Jahr 2026 um 210 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr erhöht. Damit überschreitet der Bundesanteil erstmals die Marke von 1 Milliarden Euro. Denn wir sind uns unserer Verantwortung für lebendige und lebenswerte Gemeinden bewusst. Ich freue mich, dass auch bei uns so viele Kommunen und damit die Menschen vor Ort von der Städtebauförderung profitieren.“

Auch Staatsminister Dr. Fabian Mehring berichtet über die finanzielle Unterstützung durch die Bund-Länder-Städtebauförderung für den Landkreis Donau-Ries. „Insgesamt erhalten 61 schwäbische Städte und Gemeinden knapp 35 Millionen Euro“, so Mehring. Dabei fließen u.a. 360.000 Euro nach Harburg. „Das Programm „lebendige Zentren“ hat zum Ziel Ortskerne und Wohnumfelder lebenswerter zu gestalten“, erklärt der Spitzenpolitiker eines der drei verschiedenen Programme zur Städtebauförderung.

Die Stadt Donauwörth erhält den größten Betrag

Die größte Summe fließt nach Donauwörth mit insgesamt 5,6 Millionen Euro. Im Alfred-Delp-Quartier in Donauwörth werden die öffentlichen Grün- und Freiflächen hergestellt und damit die Grundlage für ein attraktives, lebenswertes Wohnumfeld im entstehenden Quartier geschaffen. Die Große Kreisstadt investiert darüber hinaus in erheblichem Umfang in ihre Innenstadt. Für die Sanierung des Tanzhauses ist ein erster Finanzierungsabschnitt mit 3,2 Millionen Euro eingeplant. Gleichzeitig fallen 2026 die Startschüsse für die ersten Baumaßnahmen im Hinblick auf die Landesgartenschau 2028. Zusätzlich plant die Stadt, das ehemalige Kaufhaus in der Spitalstraße 7 mit Museum, Musikschule und Nähstube zu einem lebendigen Ort der Begegnung zu reaktivieren und damit neues kulturelles und soziales Leben in die Innenstadt zu bringen. 

In Auhausen schreitet die Neugestaltung des Ortskerns weiter voran. Neben der geplanten Umgestaltung von Kloster- und Mühlstraße starten im Jahr 2026 die lang erwarteten Bauarbeiten für die Sanierung und Umnutzung der Prälatur – ein bedeutendes historisches Bauwerk, das damit eine neue Zukunft erhält. Die Maßnahme wird über das Programm „Sozialer Zusammenhalt" mit 450.000 Euro gefördert.

Nach Harburg fließen 360.000 Euro über das Programm „Lebendige Zentren“. Dort wird nach erfolgtem Abbruch die Fläche neben dem Rathaus, Schloßstraße 3 und 5, für Gemeinbedarfszwecke neu bebaut und damit einer sinnvollen öffentlichen Nutzung zugeführt. Gleichzeitig soll das Gebäude Nördlinger Straße 5 generalsaniert werden. 

Die Stadt Oettingen setzt ihren Stadtentwicklungskurs fort und errichtet eine Outdoor-Fitnessanlage auf der Wörnitzinsel – ein niederschwelliges, generationenübergreifendes Freizeitangebot mitten in der Natur. Darüber hinaus werden im Rahmen des kommunalen Förderprogramms weitere Kleinmaßnahmen unterstützt sowie private Einzelmaßnahmen gefördert, um auch private Eigentümer in den Erneuerungsprozess einzubinden. Die Maßnahme wird mit insgesamt 320.000 Euro gefördert. 

Mehrere Projekte im ganzen Landkreis werden unterstützt

Die Große Kreisstadt Nördlingen erhält im Rahmen des Programms „Wachstum und nachhaltige Erneuerung" Fördermittel von 90.000 Euro für die weitere Entwicklung des Altstadtbereichs rund um den Bahnhof.

In Tapfheim wird der Kirchenweg neu gestaltet und damit das Ortsbild im Bereich des zentralen Ortskerns aufgewertet. Die Städtebauförderung steuert dafür 90.000 Euro bei. 

In Rain werden die Maßnahmen aus den Vorjahren konsequent weitergeführt. Das Innenstadtmanagement bleibt ein zentrales Instrument zur Belebung der Innenstadt. Neben einigen Voruntersuchungen plant die Stadt in diesem Jahr außerdem die Sanierung des Wasserturms in der Burggasse, eines markanten Bauwerks im Stadtbild (60.000 Euro). 

Die Stadt Wemding setzt im Programmjahr 2026 ihre Aktivitäten zur Pflege und Stärkung ihrer Altstadt fort und wird dabei mit 30.000 Euro unterstützt. 

Die Gemeinde Asbach-Bäumenheim setzt im Rahmen des Programms „Sozialer Zusammenhalt" die Vorbereitungen und Planungen rund um die Entwicklung der Gewerbebrache AGCO fort (30.000 Euro). 

Die Gemeinde Mertingen wird im Rahmen des Programms „Wachstum und nachhaltige Erneuerung" weiterhin in die Entwicklung und Aufwertung ihres Ortskerns investieren und erhält dafür 30.000 Euro. 

Auch die Stadt Monheim setzt heuer über das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung" ihre Bemühungen zur Stärkung und Pflege ihrer historischen Altstadt fort (30.000 Euro). 

Der Markt Wallerstein investiert in die Weiterentwicklung seines Ortskerns und erhält dafür 30.000 Euro. (dra)