23. Oktober 2019, 10:57

50 Jahre Schulverband

Bild: Gemeinde Asbach-Bäumenheim
Im Jahr 1969 wurde der Schulverband zwischen den Gemeinden Asbach-Bäumenheim, Mertingen und Oberndorf gegründet. In einer Feierstunde am vergangenen Dienstagabend blickten die Verantwortlichen sowohl in die Vergangenheit, warfen aber auch einen Blick in die Zukunft.

Seit mittlerweile 50 Jahren existiert der schulische Verbund zwischen den Gemeinden Asbach-Bäumenheim, Mertingen und Oberndorf. "Nicht aus freien Stücken", so bezeichnete es Bürgermeister und Schulverbandsvorsitzender Martin Paninka, sei der Schulverband entstanden. Eine Verordnung der Regierung von Schwaben habe damals mutmaßlich die Verantwortlichen zu diesem Schritt gezwungen. "Dies veränderte vor allem das Schulwesen auf dem Lande sehr stark", bilanzierte Paninka. Mit dem Zusammenschluss der drei Gemeinden stiegen natürlich auch die Schülerzahlen immens. Die bereits erfolgten Planungen für einen Schulbau mussten verworfen werden, da die Anzahl der Klassenräume schlichtweg nicht ausreichte. In den frühen 70er Jahren wurde dann die Schule mit einem überarbeiteten Raumkonzept auf dem Grundstück einer ehemaligen Konservenfabrik gebaut. Für insgesamt 22.000 Mark wurde die Fabrik im Jahr 1950 von der Gemeinde erworben. „Für ein Abreißen des Gebäudes konnten sich die Schulverbandsräte nicht begeistern“, erläuterte Bürgermeister Martin Paninka. Bis heute ist die Konservenfabrik in seiner ursprünglichen Form erhalten geblieben.

Die Zeit ging nicht spurlos vorbei 

"Am Beton sieht man mittlerweile wie die Jahre vergangenen sind", zog Rektor Maximilian Briegel Bilanz. Im Jahr 1981 wurde das Gebäude grundlegend renoviert, 2003 wurde die Fassade und das Schulgelände erneuert. Eine Kalksteinterrasse ist entstanden, der Magnolienhof wurde umgestaltet. "Gewünscht war die direkte Begegnung mit der Natur", erläuterte Briegel am vergangenen Dienstagabend. Nachdem der Garten in den darauffolgenden Jahren verwilderte, wurde er schließlich im Jahr 2019 gemeinsam mit Lehrern und Schülern wieder neu saniert. 

Neubau oder Sanierung? 

Mittlerweile beschäftigt sich sowohl der Gemeinderat der Schmuttergemeinde als auch der Schulverband mit der Frage, ob die Grund- und Mittelschule in Asbach-Bäumenheim saniert werden soll oder, ob ein Neubau für sinnvoller erachtet wird. Im Rahmen einer Lenkungsgruppe wurde sogar die aktuelle Lehrerschaft mit in das Großprojekt eingebunden. "Wir haben ein großes Projekt vor der Brust", erklärt Bürgermeister Martin Paninka. Laut diesem seien die Kosten einer Sanierung fast so hoch wie die eines Abrisses samt Neubau. "Angesichts der notwendigen zweistelligen Millioneninvestitionen muss jedem bewusst sein, dass hier gut geplant, beraten und entschieden werden muss", so das Gemeindeoberhaupt. Paninka hoffe besonders auf die Unterstützung der Regierung: "Ohne die Zusage von Fördermitteln wird dies für alle Mitgliedsgemeinden ein immenser Kraftakt, der auf Jahre viele Finanzmittel bindet."