13. Oktober 2020, 11:38

Grundschüler*innen aus Nördlingen mit Trickfilm beim Deutschen Multimediapreis mb21 nominiert

Das Foto zeigt eine Szene aus "Die zweite Arche". Bild: Dieter Scholz
Die „Moviebande“ der Grundschule Nördlingen-Mitte beschäftigt sich in "Die zweite Arche" mit der Zerstörung von Lebensräumen durch den Menschen. Nun darf das junge Filmteam auf eine der 15 Auszeichnungen in dem bundesweiten Kreativwettbewerb hoffen.

Nashörner, Eisbären, Schildkröten und Tiger sind längst ausgestorben. Die Lebensräume zahlreicher Wildtiere verschwinden zunehmend. Da fassen die Tiere den Entschluss, sich auf eine selbstgebaute Arche zu retten. Alle Lebewesen dürfen mit, der Mensch aber nicht. Mit der Stopptrick-Produktion "Die zweite Arche" sind die zehnjährigen Grundschüler*innen Mariella, Benedetta, Jannis und Lara aus Nördlingen für eine der Auszeichnungen beim Deutschen Multimediapreis mb21 nominiert. Das Setting aus Sand, selbstgezeichnetem Hintergrund, Lego-Elementen und Playmobil-Figuren entspringt dem Ideenreichtum der Kinder, ebenso wie die gesamte Story, die Animation und die Vertonung des Films. „Die hohe Eigenleistung der Kinder hat uns bei dieser Gruppenarbeit besonders überzeugt“, begründet die Wettbewerbs-Jury die Nominierung für einen der Preise in Gesamthöhe von 11.000 Euro. Auch das Jahresthema „Bits & Bäume“ greift der Stopp-Trick-Film auf. Die „Moviebande“ hat bereits 2015 erfolgreich mit einem Film zum Thema Umweltschutz beim Multimediapreis teilgenommen.

Preisverleihung am 14. November im Live-Stream

Welche Auszeichnung die „Moviebande“ erhält, erfahren die Schüler*innen erst bei der Preisverleihung am 14. November ab 18 Uhr. In diesem Jahr findet sie zum ersten Mal online statt und wird als Live-Stream im Internet ausgestrahlt. Auch das Programm des Medienfestivals, das am 14. und 15. November in Dresden stattfinden sollte, wird aufgrund der Corona-Pandemie ins Netz verlegt. „Wir werden auch in diesem Jahr allen Gewinner*innen die Möglichkeit geben, ihre ausgezeichneten Projekte einem breiten Publikum vorzustellen. Zusätzlich wird es ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Indie-Game-Forum, Workshops und Panels geben“, verspricht Hannes Güntherodt, Projektleiter des Wettbewerbs beim Medienkulturzentrum Dresden. „Wir freuen uns, das Medienfestival damit auch für die Besucher*innen öffnen zu können, die bislang nicht die Möglichkeit hatten, vor Ort in Dresden dabei zu sein“, ergänzt Thomas Hartmann, Projektleiter beim deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum. Detaillierte Informationen zum Programm des Medienfestivals werden Ende Oktober auf der Website des Wettbewerbs veröffentlicht.

Der Deutsche Multimediapreis mb21 wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Landeshauptstadt Dresden gefördert. Veranstalter sind das Deutsche Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) sowie das Medienkulturzentrum Dresden. (pm)