4. Dezember 2020, 12:19

Vortragsreihe zu „Kriegsende in Donauwörth“ online

Foto der zerstörten Pflegstraße im April 1945: Ein Blick in die zerstörte Pflegstraße in Donauwörth mit Passanten, gegenüber dem Fuggerhaus auf der linken Seite liegen die Trümmer des zerstörten Eckhauses. Bild: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege
In Erinnerung an das sich zum 75. Mal jährende Ende der NS-Diktatur hatten das Stadtarchiv Donauwörth und die VHS Donauwörth eine Vortragsreihe vorgesehen, welche nun online zu sehen ist.

Als Präsenzveranstaltungen konnten die Vorträge nicht umgesetzt werden. Um dennoch dem Kriegsende und den Opfern der NS-Diktatur zu gedenken, sind diese in den digitalen Raum verlagert worden und dauerhaft auf YouTube abrufbar:

Der Vortrag von Dr. Ottmar Seuffert „Strahlend helle Frühlingstage… – Donauwörth am 11. und 19. April 1945“ behandelt die zwei Luftangriffe auf Donauwörth im April 1945. Beide Angriffe zogen eine hohe Anzahl an zivilen Opfern und die weitgehende Zerstörung der Innenstadt nach sich. Der Vortrag kann unter https://www.youtube.com/watch?v=8FHuwNPo-So  abgerufen werden.

Der Historiker Felix Berge M.A. vom Institut für Zeitgeschichte München – Berlin spricht in dem 50-minütigen Beitrag zu „Denunziationen in der NS-Volksgemeinschaft – Handeln aus Überzeugung oder Eigennutz?“. Er behandelt unter anderem Fragen wie: Wie können wir Denunziationen im Nationalsozialismus verstehen? Welche Informationen geben Donauwörther Fallakten preis? Sein Vortrag steht unter https://www.youtube.com/watch? bereit.

Mit Dr. Katarzyna Woniak, Historikerin an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, spricht eine Expertin zum Thema NS-Zwangsarbeit und zur Geschichte Polens. In ihrem Vortrag „Vor der eigenen Haustür. NS-Zwangsarbeit in Donauwörth“ gibt sie einen über einen wichtigen Aspekt in der Wirtschafts- und Alltagsgeschichte des Nationalsozialismus. Ihr Vortrag kann unter https://www.youtube.com/watch angehört werden.

Im Vortrag „Verbrechen in der Endphase des Zweiten Weltkrieges in und um Donauwörth“ von Dr. Franz Josef Merkl wird ein Schlaglicht auf die letzte Phase der NS-Diktatur geworfen. Im April 1945 gingen Wehrmacht und Waffen-SS gegen Soldaten und Zivilisten, die nicht weiter für das NS-Regime kämpfen wollten, mit tödlicher Gewalt vor. Opfer dieses Terrors wurden auch KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter. Unter https://www.youtube.com/watch? stehe sein Vortag bereit. (pm)