24. Juli 2020, 09:00

Hofläden werden immer wichtiger

Anfang Mai wurde der neue Hofladen eröffnet. Bild: Hofladen Landes
Bereits seit 1996 gibt es den Hofladen der Familie Landes auf dem Schießerhof in Zirgesheim, den Hof selbst bereits seit 1913. Seit jeher legt die Familie viel Wert auf den sinnvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen und die Bewahrung bäuerlicher Tradition. Anfang Mai hat Familie Landes nun ihren neuen und größeren Hofladen eröffnet und ist bisher vom wachsenden Zuspruch der Kunden überwältigt, auch wenn die große Neueröffnung bisher nicht stattfinden konnte. Teil 4 unserer Serie "Aus der Region für die Region".

In komplett neuem Glanz erstrahlt der Hofladen der Familie Landes nun. Konnten im Laden vorher auf 25 Quadratmetern Waren angeboten werden, hat sich die Ladenfläche nun vervierfacht. Auf 100 Quadratmetern, in der ehemaligen Werkstatt des landwirtschaftlichen Betriebs, hat nun ein moderner Hofladen mit angeschlossenem Café Platz gefunden. Zwei große Fenster an der Südseite des Gebäudes erlauben den Blick ins Freie. Dort kann man direkt in den Hühnerstall schauen und die Hühnerschar beobachten. „Eigentlich wollten wir unseren neuen Hofladen schon am 21. März eröffnen und das komplette Ostergeschäft dann schon im neuen Laden bestreiten. Da kam uns aber Corona in die Quere. Wir haben dann die Umbauarbeiten runtergefahren und die Eröffnung abgesagt. Ende April haben wir uns dann gedacht, dass es eigentlich ein Schmarrn ist, alles noch länger hinauszuzögern, weil ja alles fertig war. Also haben wir dann am 6. Mai eröffnet und so das Beste aus der Situation gemacht“, erzählt Anna Landes. Und das hat sich gelohnt. Neben den Stammkunden, die sich schon auf den neuen Laden gefreut haben, fanden auch viele neue Kunden den Weg zum Hofladen. „In unserem Hofladen bieten wir viele Lebensmittel, die man für den täglichen Bedarf braucht an und parken kann man direkt vor der Haustüre. Außerdem vermittelt das Einkaufen im Hofladen ein anderes Gefühl. Es sind der persönliche Kontakt und die Beratung, die für unsere Kunden wichtig sind. Durch die ganzen Lebensmittelskandale ist es den Kunden außerdem wichtig, dass sie wissen woher die Produkte stammen“, so Landes weiter. Alles was im Hofladen Landes verkauft wird, kommt entweder direkt vom Hof der Familie oder aber zumindest aus der Region.

„Zur Regionalität gehört es für uns auch, dass die Waren keine großen Entfernungen zurücklegen müssen und dass es keine Zwischenhändler gibt. Eben von Direktvermarkter zu Direktvermarkter“, so Landes.

So gibt es im Hofladen neben Eiern von den eigenen Hühnern auch selbstgemachten Eierlikör oder selbstgemachtes Aroniagelee zu kaufen. „Den Aroniasaft für das Gelee bekommen wir zum Beispiel aus Ederheim. Auch Nudeln haben wir im Sortiment. Diese sind aus unseren Eiern, werden aber von einem Betrieb für uns hergestellt. Von Januar bis Ostern kann man bei uns auch bunte Brotzeiteier kaufen. Auch die sind aus unseren eigenen Eiern“, so Landes. Außerdem werden im Hofladen frisches Gemüse, Suppenhühner, Hähnchen, von Kirchweih bis circa April frische Enten und Gänse, Backzutaten, Müsli, Honig, Essig, Heumilchkäse und Heumilchbutter aus der Region und seit Kurzem Eis aus Mering angeboten. Sogar die Torten, die es im neuen Café gibt, sind aus eigener Herstellung. Anna Landes ist davon überzeugt, dass die Menschen auch weiterhin gerne in Hofläden einkaufen: „Für Eltern ist es ein entspanntes Einkaufserlebnis, wenn sie mit ihren Kindern zu uns kommen. Zudem haben viele mittlerweile auch erkannt, dass das Einkaufen im Hofladen nicht viel teurer ist als anderswo. Wir haben in den letzten Wochen eine Wertschätzung und Dankbarkeit gespürt, die uns signalisiert hat, dass die Kunden lieber zu Landes in den Hofladen gehen als in den Supermarkt.“

Familie Landes im alten Hofladen. Bild: Hofladen Landes