16. Januar 2020, 10:00

Wohnen, Infrastruktur, Freizeitgestaltung

Auf dem Schellenberg entsteht ein neues Wohnquartier. Bild: Elmar Bschorer
30 Hektar gilt es nun für Stadtplaner und Landschaftsarchitekten in ein neues Wohnviertel in der Donauwörther Parkstadt zu verwandeln. Teil 3 unseres Titelthemas "Donauwörths große Chance - Wie das Alfred-Delp-Quartier aussehen soll".

Herausforderung für die Planer wird vor allem sein, das Alfred-Delp-Quartier und die Altstadt besser miteinander zu verbinden. Oberbürgermeister Armin Neudert erklärt, dass die Parkstadt zukünftiger weit besser an den Stadtbus angebunden werden soll. Eine Stadtbuslinie wird durch die Hauptverkehrsachse des Viertels führen. Weil die künftigen Anwohner im Delp-Quartier auch zu Fuß oder als Radfahrer besser an die Altstadt angebunden werden sollen, wird dafür Anfang 2020 ein Stadt- und Verkehrsplanungsbüro beauftragt. Schließlich sind es vom ehemaligen Kasernenareal bis zum Altstadtzentrum nur 600 Meter Luftlinie, allerdings müssen fast 80 Höhenmeter überwunden werden. Nun soll eine Radwegeverbindung in Richtung Parkstadt, sowie in Richtung Innenstadt ausgearbeitet werden. Für Autofahrer ist das neue Stadtquartier umso attraktiver. Die benachbarte B2 verbindet den Standort gut in alle Richtungen und besonders schnell nach Augsburg und zur A8. Weil die Kreuzung Sternschanzenstraße/Jurastraße als Zufahrt zum neuen Alfred-Delp-Quartier durch mehr Verkehr belastet wird, soll die Kreuzung ausgebaut werden.

Wohnen für Generationen

Im geplanten Stadtviertel finden sich bestehende Grünanlagen wieder. So soll der ehemalige Bolzplatz der Kaserne mit seinem Baumbestand als „grünes Herz“ im Zentrum des Areals erhalten bleiben. Im Norden und Osten ist eine „kleinteilige Bebauung“ geplant, also Einfamilienhäuser, Doppelhäuser und Reihenhäuser. Im südlichen Teil werden hochwertige Einfamilienhäuser mit Gärten und Ausblicke bis ins Donautal entstehen. Im Zentrum des Alfred-Delp-Quartiers sind auch vier- bzw. sechsgeschossige Wohnhäuser bzw. Mehrfamilienhäuser geplant. „Wir hoffen auf innovative, pfiffige Bauträger“, so Robert Strasser vom Liegenschaftsamt der Stadt. Eine gute Wohnqualität sollen Tempo-30-Zonen und Spielstraßen garantieren. Im Norden sollen neben dem Sportplatz auch ein Jungendzentrum und eine Turnhalle entstehen und im Zentrum des Quartiers könnte eine Kindertagesstätte gebaut werden.

Laut Stadt Donauwörth gibt es für die Bauplätze im Alfred-Delp-Quartier bereits über 100 Interessenten. Darunter seien Privatpersonen, Bauträger und Inverstoren – auch beide Baugenossenschaften haben Interesse im neuen Viertel
zu bauen.