Der Tag begann mit einem Gottesdienst in der Stiftungskirche, zelebriert von Landescaritasdirektor Dr. Andreas Magg mit einer Ansprache des Stiftungsratsvorsitzenden Diakon Markus Müller. Im anschließenden Festakt in der Diepoldhalle würdigten Vertreter aus Kirche, Politik und insbesondere des Bezirks Schwaben das Wirken Freibergers. In den Redebeiträgen wurde deutlich, wie sehr seine Arbeit die Entwicklung der Stiftung geprägt hat – verbunden mit Dank und großer Wertschätzung. Zugleich wurde deutlich, dass sein Abschied auch mit Wehmut einhergeht.
Neben den Grußworten standen die Entwicklung der Stiftung in den vergangenen Jahren sowie die Menschen im Mittelpunkt, für die und mit denen Robert Freiberger gearbeitet hat. Beiträge von Mitarbeitenden sowie der Bewohnervertretung und des Werkstattrates machten die Bedeutung seines Wirkens für den Alltag in der Stiftung deutlich.
Entwicklung mit nachhaltiger Wirkung
Seit seinem Amtsantritt im Januar 2009 hat Robert Freiberger die Stiftung Sankt Johannes strukturell und inhaltlich maßgeblich weiterentwickelt. Mit Unterstützung des Freistaates Bayern und des Bezirks Schwaben und Oberbayern konnten zahlreiche Projekte realisiert werden, die das Angebot für Menschen mit Unterstützungsbedarf deutlich erweitert haben.
Die Stiftung Sankt Johannes ist heute mit ihren Angeboten an mehreren Standorten in der Region vertreten – insbesondere in Marxheim, im Raum Neuburg an der Donau, in Donauwörth, Rain am Lech sowie in Augsburg. In allen Bereichen wurden bestehende Strukturen ausgebaut, neue Wohn- und Arbeitsangebote geschaffen und Einrichtungen modernisiert. Diese Entwicklung mündet aktuell im größten Bauvorhaben der Stiftung, dem Neubau und Umbau der Werkstätten am Hauptstandort Marxheim.
Breites Angebot und starke Struktur
Die Stiftung Sankt Johannes begleitet und unterstützt Menschen mit geistiger und psychischer Behinderung sowie Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen in unterschiedlichen Lebensbereichen. Das Spektrum reicht von stationären und ambulanten Wohnformen über Arbeits- und Förderangebote bis hin zu Beratungs- und Assistenzdiensten.
Heute stehen insgesamt über 480 Wohnplätze für unterschiedliche Zielgruppen zur Verfügung. Hinzu kommen mehr als 400 Plätze in Werkstätten und Förderstätten sowie zahlreiche Angebote im ambulanten Bereich, darunter rund 100 Betreuungen im ambulant betreuten Wohnen.
Ergänzt wird das Angebot durch das Seniorenzentrum Schloss Straß mit 85 Pflegeplätzen, ein Bildungszentrum für soziale Berufe in Neuburg mit rund 190 Schülerinnen und Schülern sowie vielfältige soziale Dienstleistungen in der Region.
Mit rund 950 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Stiftung Sankt Johannes zudem ein bedeutender Arbeitgeber in der Region.
Wirken für die Menschen
Im Zentrum aller Entwicklungen stand dabei stets der Anspruch, Lebensräume für Menschen mit Unterstützungsbedarf zu schaffen und weiterzuentwickeln. Freibergers Arbeit war geprägt von langfristigem Denken, konsequenter Weiterentwicklung bestehender Strukturen und dem Ausbau bedarfsgerechter Angebote.
In seinem Abschiedsgruß betonte Robert Freiberger die gemeinsame Leistung aller Beteiligten: „Was in den vergangenen Jahren entstanden ist, war nur möglich durch das Engagement vieler Menschen in der Stiftung, die mit viel Kompetenz und Herzblut täglich ihr Bestes geben.“
Blick nach vorn
Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch sein Nachfolger im Vorstand, Gernot Jungbauer, offiziell begrüßt. Mit ihm beginnt, gemeinsam mit seiner Vorstandskollegin Frau Doreen Paus, ein neues Kapitel in der Weiterentwicklung der Stiftung Sankt Johannes. (dra)