31. März 2020, 08:35

Stubenberg-Meteorit bleibt noch ein Jahr im Tresor

Dr. Oliver Sachs mit dem Meteorit Stubenberg. Bild: Doris Dollmann
Aufgrund der aktuellen Situation hat der Verein „Freunde des RiesKraterMuseums e.V.“ die für den 30. und 31. Mai 2020 geplante Festveranstaltung Impakt-Dialog 2020 verschoben.

„In Anbetracht des überwältigenden Zuspruchs am Impakt-Dialog (ID 2020) und der intensiven Vorbereitung soll die Festveranstaltung dann voraussichtlich im nächsten Jahr abgehalten werden“, so Vereinsvorsitzender Dr. Oliver Sachs, „und das nach Möglichkeit mit nahezu unveränderten Veranstaltungsdetails und dem identischen Exkursionsangebot der 'Astro-Tour – Auf den Spuren der Astronauten im Ries!'“. Das Programm soll Ende Januar 2021 vorliegen.

„Angestrebt wird nun der Mai 2021. Hierfür müssen allerdings noch umfangreichere Koordinationen mit den Referenten und den Verwaltern der hierfür benötigen Räumlichkeiten, den Hotels usw. gemacht werden.“ Der Grund für die Verschiebung um ein ganzes Jahr sei ganz einfach die große Zahl der Veranstaltungen, die bereits jetzt auf den Herbst verschoben werden, betonte Dr. Sachs auf Anfrage.

Programm soll bleiben

Neben renommierten Geowissenschaftlern sind erneut der Deutsche Raumfahrer Thomas Reiter und Sven Plöger (Meterologe und Moderator) eingeladen. Auch die geplante Exkursion auf den Spuren der NASA-Astronauten von Apollo 14 und 17 zu verschiedenen Steinbrüchen, sowie der Besuch der Gaststätten und Lokale, in denen auch die Raumfahrer 1970 eingekehrt sind, steht nach wie vor auf der Agenda. Auch der Festakt, in dessen Rahmen der Stubenberg-Meteorit seinen Platz in der Dauerausstellung im Ries-Krater-Museum bekommen wird, soll natürlich stattfinden.

Älter als die Erde

Der Stubenberg-Meteorit wiegt 1.320 Gramm und fiel am 06. März 2016 in Niederbayern, nahe der Gemeinde Stubenberg, vom Himmel. Bereits am 12. März wurde er von Ralph Sporn und Martin Neuhofer gefunden. Die beiden sind übrigens keine „Ersttäter“, denn auch der Meteoritenfund bei Neuschwanstein geht auf ihr Konto. Das 2002 gefundene Gestein befindet sich bereits im Ries-Krater-Museum. Wie berichtet hatten sich die „Freunde des RiesKraterMuseums“ von Anfang an dafür eingesetzt, den Stubenberg-Meteoriten für das Nördlinger Museum zu erwerben. Finanziert wurde der Kauf alleine durch Spenden von Firmen, Verbänden, Stiftungen und Privatpersonen.