30. Januar 2019, 13:40

Helmut Ranftl wird mit Kunstpreis ausgezeichnet

Bürgermeister Jörg Fischer (rechts) verleiht dem Künstler Helmut Ranftl den Kunstpreis der Stadt Donauwörth Bild: Mara Kutzner
Für sein zweiteiligen Werk "Grauzonen" verlieh die Stadt Donauwörth dem Nördlinger Künstler Helmut Ranftl den Donauwörther Kunstpreis. Noch bis zum 17. Februar können alle 52 Werke der Großen Nordschwäbischen Kunstausstellung im Zeughaus besichtigt werden.

Großformatige Malereien, Aquarelle, Druckgrafiken, Fotografien, Emailarbeiten, Keramiken und Plastiken aus Kunststoff, Metall oder Holz finden auch in diesem Jahr wieder Platz in der traditionellen Großen Nordschwäbischen Kunstausstellung der Stadt Donauwörth. Von 125 eingelieferten Werken, nahm die Auswahljury, bestehend aus Norber Kiening, Vorsitzender des Berufsverbandes Bildender Künste Schwaben-Nord und Augsburg, Nina Zeilhofer, Klaus Konze (beide Berufsverband Bildender Künstler), Peter Kastner (Vorsitzender der Kunstfreunde Donauwörth) und Bianca Schmidt (Gymnasium Donauwörth), 52 Exponate zur Ausstellung an. 

Bis zum gestrigen Abend blieb es spannend. Bürgermeister Jörg Fischer enthüllte bei der Eröffnung der Ausstellung das Sieger-Werk. Die Kunstpreisjury, welcher Oberbürgermeister Armin Neudert, Johann Natzer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Donauwörth, Barbara Kandler, Kuturreferentin, Stefanie Musaeus, Bürgermeisterin sowie Paul Soldner, VHS Vorsitzender, angehören, hat das zweiteilige Werk "Grauzonen" vom Nördlinger Künstler Helmut Ranftl für den mit 1000 Euro dotierten Donauwörther Kunstpreis 2019 ausgewählt. 

Bild und Skulptur mit unterschiedlichen Grautönen

Norbert Kiening würdigte in seiner Laudatio Ranftls Werk, eine zweiteilige Installation: Eine Stele auf einem Sockel, leicht versetzt vor einer Bildtafel. Dass sich ein Künstler in eine Gemeinschaftsausstellung mit zwei unterschiedlichen Genres bewirbt, sei laut Kiening außergewöhnlich. "Die Stele, den Bildraum der rückwärtigen Tafel erweiternd, spielt in den Ausstellungsraum hinein, leicht verdreht positioniert von Helmut Ranftl, der mit diesem Kunstgriff Raum für sein Werk einfordert", beschreibt der Vorsitzende des Berufsverbands weiter. Auf der Bildtafel setzt Ranftl Fläche an Fläche und arbeitet mit unterschiedlichen Grautönen. Die Stele nimmt mit ihrer Geometrie, Typografie und den rechten Winkeln architektonische Bezüge zum Bild auf. 

Der 1953 in München geborene Künstler Helmut Ranftl lebt in Nördlingen und am Lago Maggiore. Sein Werk und alle weiteren Ausstellungsstücke der 38. Großen Nordschwäbischen Kunstausstellung können vom 31. Januar bis zum 17. Februar im Zeughaus betrachtet werden. Öffnungszeiten. Donnerstag bis Samstag 15 bis 18 Uhr, Sonntag 14 bis 18 Uhr. Eintritt frei.