22. November 2017, 11:22

Wandergesellen verabschiedet

Andreas Lipp und Wanderfreunde verabschieden sich bei Oberbürgermeister Faul, bevor sie auf ihre dreijährige Wanderschaft gehen . Bild: Martina Strobel/Stadt Nördlingen
Der Nördlinger Andreas Lipp geht auf "Walz", eine Zeit bei der er sich drei Jahre lang höchstens bis auf 50 Kilometer seiner Heimatstadt Nördlingen nähern darf. 
Nördlingen - Immer wieder und des Öfteren kommen Wandergesellen auf ihrer „Walz“ nach Nördlingen und besuchen Oberbürgermeister Faul im Rathaus. Nach dem Aufsagen ihres jahrhundertealten, traditionsreichen Spruches erhalten sie dann eine kleine finanzielle Unterstützung und ziehen weiter.
In diesen Tagen haben erstmals Wandergesellen Oberbürgermeister Faul besucht, nicht weil sie Station in unserer Stadt machten, sondern weil es der Beginn einer dreijährigen Wanderschaft sein wird. Der Nördlinger Andreas Lipp, wird seine Wanderschaft in diesen Tagen beginnen und verabschiedete sich zusammen mit seinen Gesellen bei Oberbürgermeister Hermann Faul. Zuvor hatten sie im Kreise der Familie und mit Freunden noch gefeiert, bevor der Zimmerergeselle auf die Wanderschaft geht. Drei Jahre lang darf er sich höchstens bis auf 50 Kilometer seiner Heimatstadt Nördlingen nähern. Während seiner Wanderung wird er zusammen mit anderen Wandergesellen durch die Lande ziehen, hier und dort arbeiten und seine Fertigkeiten erweitern.
Andreas Lipp betonte, dass er dies als Lebenserfahrung ansehe, zum einen werde er von verschiedenen Lehrherren und in verschiedenen Firmen sehr viel lernen, zum anderen halte er die dreijährige Erfahrung für lebensprägend und wichtig für seinen beruflichen und privaten Fortgang. „Andere jobben bei „work and travel“, machen ein Jahr Pause oder wechseln unter Umständen nochmals ihre Berufsausbildung. Ich versuche es mit der dreijährigen Walz“, so Andreas Lipp.
Oberbürgermeister Faul wünschte ihm persönlich, wie auch allen anderen mitgekommenen Wandergesellen und jungen Handwerkern alles erdenklich Gute, viel Erfolg und Glück und vor allem Gesundheit für ihre nun mehr dreijährige Zeit auf der „Walz“. (pm)