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Menschen mit Behinderung sollen nach ihrer schulischen Ausbildung gleichberechtigt am Arbeitsleben teilhaben - dafür sorgt die Agentur für Arbeit in Donauwörth. (Bild: Diana Hahn)
(Bild: Diana Hahn)

Menschen passen in keine Schablone – Individuell fördern

Ein großer Schritt nach der Schule ist der Eintritt in den Arbeitsmarkt. Dieser neue Lebensabschnitt bringt oft große Herausforderungen mit sich – für Menschen mit und ohne Behinderung. Dafür, dass Menschen mit Behinderung nach ihrer schulischen Ausbildung gleichberechtigt am Arbeitsleben teilhaben können, sorgt bei der Agentur für Arbeit in Donauwörth Ulrich Schneid, Teamleiter für Rehabilitation und Schwerbehinderte mit seinem Team. Das „Reha-Team“ kümmert sich um Jugendliche und Erwachsene, denen der Start oder auch der Wiedereinstieg in das Berufsleben schwer fällt.

Donauwörth – Viele glauben, dass unsere Abteilung nur dafür zuständig ist, dass Schulabgänger mit Behinderung einen Arbeitsplatz oder eine Ausbildung finden. Das ist aber nicht ganz richtig. Wenn wir kümmern uns auch um Menschen, deren Handicap erst während ihres Erwachsenenlebens hinzugekommen ist, und die deshalb ihren erlernten Beruf nicht mehr ausüben können“, erzählt Ulrich Schneid. Es gibt also zwei Personengruppen, die von Ulrich Schneid und seinem Team betreut werden. Zum einen sind das Förderschüler, die vor ihre Eintritt in das Berufsleben stehen. Die Schüler können sich von uns beraten lassen. dazu schicken wir auch immer wieder Rehabilitationsberater in die Schulen, die den Jugendlichen erklären, wie ihr Weg nach der Förderschule aussehen könnte. eben der Beratung in den Schulen bieten wir aber auch persönliche Beratungsgespräche an, in denen wir dann die individuelle Situation besprechen. Natürlich steht den Jugendlichen aber auch jederzeit das BIZ (Berufsinforationszentrum) offen, um sich selbst über ihre Möglichkeiten zu informieren“, so Schneid.

„Bevor die gemeinsame Entscheidung ist den Jugendlichen und meist den Eltern getroffen wird, welcher Beruf für die jeweilige Person der richtige ist, steht ein erst an, um die Leistungsfähigkeit jedes einzelnen zu beurteilen. Anschluss wird dieser dann ist den Jugendlichen besprochen. Je nachdem wie das individuelle Ergebnis ausfüllt, gibt es dann die Möglichkeit einer regulären betrieblichen Ausbildung, einer trägergestützten Ausbildung – zum Beispiel über das Kolping-Bildungswerk, den Besuch von Berufsvorbereitenden Maßnahmen oder auch die Arbeit in erstatten für Menschen ist Behinderung. Bei der trägergestützten Ausbildung erhält der Auszubildende eine Vollausbildung. Vollausbildung oder die Möglichkeit, an einer sogenannten theorievereinfachten Ausbildung teilzunehmen. Um die Schüler schon im Vorfeld richtig einschätzen zu können, ist uns die enge Zusammenarbeit und der Austausch ist den Schulen besonders wichtig. Die Schulen haben die Möglichkeit die Jugendlichen aber einen längeren Zeitraum zu beobachten und können uns dadurch auch wertvolle Informationen bezüglich der Neigungen und Fähigkeiten der jeweiligen Schüler geben, betont Ulrich Schneid.

Im Gespräch Alternativen aufzeigen

Bei allen Möglichkeiten, die das Team rund um Ulrich Schneid anbietet, steht allerdings hier eine Grundvoraussetzung im Fokus: die Eignung.
Wenn jemand partout einen Beruf ausüben möchte, für den er nicht geeignet ist, dann kann er diesen Weg alleine gehen. Allerdings muss sich niemand Sorgen machen, dass er nicht zurückkommen kann, wenn er feststellt, dass es nicht geklappt hat. Wir helfen dann trotzdem wieder gerne weiter, so Schneid. Generell hatte an solche alle zwar nicht oft, aber wenn, dann waren es die richtig schweren alle, erzählt Schneid von seinen Erfahrungen. Weist liegt es daran, dass die Anforderungen des gewünschten Berufs nicht richtig eingeschätzt werden. Wir versuchen dann in Gesprächen Alternativen aufzuzeigen, sagt Schneid. Für uns ist es vor allem wichtig, dass wir dazu beitragen, ein vernünftiges Fundament zu schaffen, worauf später aufgebaut werden kann, erklärt Schneid.

Unterstützung beim Wiedereinstieg Auch wer seine bisherige Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann oder auf Grund einer Behinderung oder drohenden Behinderung Unterstützung beim Einstieg in das Berufsleben benötigt, kann sich von Ulrich Schneid und seinem Team bei Wiedereinstieg in den Beruf unterstützen lassen. Menschen ist Behinderung individuell und umfassend aber die Möglichkeiten der beruflichen Eingliederung zu beraten und ist ihnen oder auch den Arbeitgebern die erforderlichen anahen und Leistungen festzulegen, gibt es bei uns spezielle Beratungsfachkräfte. Wer den jeweiligen Bereich werden dann auch achdienste, wie der ärztliche Dienst, Berufspsychologischer Service und technischer Beratungsdienst, hinzugezogen, zu den Förderbedarf der einzelnen Person festzulegen. Das bedeutet, es wird entschieden, welche Förderdermöglicheiten wir bewilligen können. Das kann auch schon mal ein Aufzug oder eine Hebevorrichtung sein, wenn es den Zweck erfüllt und wirtschaftlich ist, erklärt Schneid. In diesem Bereich gäbe es so viele Lösungen wie Probleme, denn jede Maßnahnahme, so Schneid weiter, müsse ganz genau auf den individuellen Einzelfall abgestimmt werden. Es gibt keine Schablone die man immer wieder anlegen kann, so Schneid. Auch sei auf den ersten Blick für Außenstehende manchmal schwer zu durchschauen, welcher Rehabilitationsträger für welches Anliegen zuständig ist. Deshalb rät Ulrich Schneid wenn man nicht weiß, wer zuständig ist, kann man sich an uns wenden. Wir sorgen dann dafür, dass das Anliegen an die richtige Adresse weitergeleitet wird und so schnellstmöglich geholfen werden kann.

Über Diana Hahn

Chefredakteurin für online und stellvertretende Chefredakteurin für das blättle. Ob Wirtschaft, neue Technologien oder Historisches aus dem Landkreis – sie fühlt sich in allen Themen zu Hause und mittlerweile auch in unserem Landkreis, als „Zugreiste“ aus dem Raum Dillingen. Hinterfragt gründlich und bringt Dinge auf den Punkt.