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Den eigenen Garten winterfest machen

Im Herbst stehen diverse Aufgaben an, um den Garten winterfest zu machen. Bild: pixabay
Wenn die Tage kürzer werden, ist es an der Zeit, den Garten winterfest zu machen. So werden Gartenfreunde nicht von der ersten Kälte überrascht, sondern sind auf Frost und lange Nächte bestmöglich vorbereitet. Unter anderem ist es wichtig, den Rasen professionell zu pflegen und Vertikutierer sowie Rasenlüfter einzusetzen. Vor dem Winter ist auch eine gute Gelegenheit, das Gartenhaus von Grund auf aufzuräumen, damit es im Frühjahr ansprechend aussieht, wenn die Gartenarbeit wieder losgeht. Empfindliche Pflanzen müssen vor Frost geschützt und Hecken und Bäume gestutzt werden. Nicht zuletzt kommt es darauf an, die Wasserleitungen zu entleeren, damit keine Frostschäden entstehen.

Den Rasen pflegen

Eine wichtige Aufgabe bei der Vorbereitung auf den Winter besteht darin, die Rasenflächen zu pflegen. So ist es im Zuge der stetigen Erderwärmung gar nicht mehr so üblicherweise, auch bei kälteren Temperaturen den Rasen hin und wieder zu mähen. Das gilt zumindest dann, wenn die Temperaturen nicht unter 4° C sinken. Beim Rasenmähen sollte darauf geachtet werden, dass die Halme nicht zu kurz werden. Ansonsten hat Moos, dem Frost überhaupt nichts anhaben kann, leichtes Spiel dabei, den Rasen zu erobern.

 

Ebenso wichtig ist es, den Rasen zuverlässig von Laub zu befreien. Er ist schließlich darauf angewiesen, genug Luft zur Verfügung zu haben, um gesund bleiben zu können. Deswegen ist es ratsam, regelmäßig Laub zu fegen. Das ist besonders nach dem ersten Frost leicht, da sich dann viele Blätter von den Bäumen lösen. Grundsätzlich ist es kein Problem, einen Laubbläser oder Gartensauger zu verwenden, um das Laub zu entfernen. Wichtig ist, dass dies regelmäßig geschieht, damit es nicht bereits zu Verrottungsprozessen auf dem Rasen kommt.

 

Vertikutierer und Rasenlüfter einsetzen

Das Ziel muss darin bestehen, Rasenflächen vor dem Winter zu schützen und ins neue Jahr zu „retten“. Das gelingt dann am besten, wenn dem Rasen genügend Sauerstoff zur Verfügung steht. Deswegen ist es sowohl im Frühjahr als auch im Herbst sinnvoll, mit einem Vertikutierer oder Rasenlüfter zu arbeiten. Diese stellen sicher, dass genügend Luft an die Grünflächen kommt, sodass sie ungestört gedeihen können.

 

Es ist eine gute Idee, mit dem Vertikutieren möglichst frühzeitig zu beginnen. So hat der Rasen genug Zeit, neue Kräfte zu tanken und sich von den Strapazen des Sommers zu erholen. Im September oder Anfang Oktober ist eine gute Zeit, um mit dieser Arbeit zu beginnen. Wichtig ist, dass die Temperaturen deutlich über 4° C liegen, damit es nicht zu Kälteschäden kommt. Wenn eine Kombination aus milden Temperaturen und genügend Wasser vorliegt, ist der Rasen zu Winterbeginn stark genug, um die kalten Monate zu überstehen.

Das Gartenhaus von Grund auf aufräumen

Wer im Frühjahr ins Gartenhaus kommt, freut sich, wenn dieses rundum aufgeräumt ist. Dann macht die Gartenarbeit deutlich mehr Spaß, als wenn erst mühevoll nach bestimmten Utensilien gesucht werden muss. Deswegen ist der Herbst eine ideale Zeit, um für etwas Ordnung im Gartenhaus zu sorgen. Besonders praktisch sind in diesem Zusammenhang Wandhalterungen. An diesen können ganz unterschiedliche Werkzeuge aufgehängt werden, sodass diese immer griffbereit sind. Eine Sortierung nach unterschiedlichen Werkzeugtypen fällt auf diese Weise leicht.

 

Abhängig vom Platzangebot im Gartenhaus besteht die Möglichkeit, verschiedene Schränke und Tonnen zu nutzen. In diesen können Werkzeuge ganz unterschiedlicher Art verstaut oder wichtige Hilfsmittel für den kommenden Frühling eingelagert werden. Elektrische Gartengeräte sollten auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft und zuverlässig vor Feuchtigkeit und Kälte geschützt werden. Utensilien, die auch im Winter von Bedeutung sind, sollten möglichst vorne im Gartenhaus aufbewahrt werden, sodass sie immer gut erreichbar sind.

Ein gut aufgeräumtes Gartenhaus sieht gut aus und erleichtert die Gartenarbeit im kommenden Frühling. Bild: pixabay

Empfindliche Pflanzen vor Frost schützen

Grundsätzlich ist zwischen winterharten und nicht-winterharten Pflanzen zu unterscheiden. Erstere sind robust und können selbst in der kalten Jahreszeit im Garten verbleiben. Letztere reagieren äußerst empfindlich auf Frost und müssen daher vor dem ersten Kälteeinbruch ins Haus geholt werden. Viele lagern solche Pflanzen im Keller, andere holen sie direkt in den Wohnbereich.

 

Bei der Frage, ob eine bestimmte Pflanze winterhart ist, ist die Herkunft entscheidend. Im mediterranen Raum kommen Pflanzen gut durch den Winter, die es in Deutschland aufgrund der deutlich niedrigeren Temperaturen schwer haben. Unterschiedliche Pflanzen müssen jeweils anders auf den Winter vorbereitet werden. Bei nicht-winterharten Pflanzen ist es möglich, sie in einen Kübel zu setzen und mit nach innen zu nehmen. Wenn eine Pflanze winterfest ist, kann der entsprechende Kübel mit Vlies oder Noppenfolie versehen werden, sodass die Pflanze gut geschützt im Außenbereich verbleiben kann. Pflanzen im Beet brauchen eine spezielle Pflanzenabdeckung, die sie vor Schnee und Wind schützt. Spezielles Gartenvlies ist hierfür geeignet, in manchen Situationen genügt jedoch auch ein wenig Laub.

Hecken und Bäume stutzen

Wenn im Herbst die Hecken und Bäume gestutzt werden, haben diese im Frühling besonders viel Kraft, um wieder austreiben zu können. In der Regel kommt hier die Ein-Drittel und Zwei-Drittel-Regel zum Tragen: Kurz vor dem ersten Frost wird etwa ein Drittel der Gesamtlänge der Äste zurückgeschnitten und im Frühling erfolgt dann ein zweites Drittel. Hierdurch entwickeln die Äste neue Kräfte und können im Frühling wunderbar blühen.

 

In der Regel beginnt die Arbeit, den Garten winterfest zu machen, mit den Hecken. Diese werden als erstes geschnitten und in Form gebracht. In einem weiteren Schritt können dann Stauden und mehrjährige Blumen gekappt werden. Bei letzteren ist es wichtig, dies bodennah zu tun. Erst wenn all dies erledigt ist, beginnt die Arbeit an den Bäumen. Besonders wichtig ist es dort, abgestorbene Äste zu entfernen, damit diese dem Baum keine Kraft entziehen.

Wasserleitungen entleeren

Es ist entscheidend, die Wasserleitungen im Garten rechtzeitig zu entleeren. Sobald der erste Frost kommt, besteht die Gefahr, dass noch vorhandenes Restwasser gefriert und die Leitungen beschädigt. Deswegen muss der Hauptwasserhahn zugedreht werden, damit kein neues Wasser nachfließen kann. Anschließend ist es über die verschiedenen Schläuche und Hähne im Garten leicht möglich, das noch vorhandene Wasser zu entfernen und zum Gießen oder für andere Aufgaben zu verwenden. Sobald die Leitungen leer sind, kann der Winter kommen.