23. Januar 2020, 08:55

Naturschutz kooperiert mit Landwirtschaft

Symbolbild. Bild: Jenny Wagner
Jetzt Förderung aus dem Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm beantragen.

Das Vertragsnaturschutzprogramm ist bereits seit den 80er Jahren im Landkreis Donau-Ries etabliert und erfreut sich stetig wachsendem Interesse. „Weil die extensive Nutzung landwirtschaftlicher Flächen oft nicht mehr wirtschaftlich ist, wird der Lebensraum für seltene Tierarten inzwischen knapp“, sagt Roland Scholz von der unteren Naturschutzbehörde. Deshalb soll das Vertragsnaturschutzprogramm im Rahmen der Agrarumweltmaßnahmen die Leistungen für eine extensivere Bewirtschaftung von Wiesen, z. B. durch späteren Schnittzeitpunkt, Verzicht auf Dünge- und Pflanzenschutzmittel und Beweidung in ökologisch wertvollen Gebieten honorieren.

Ob sich eine Fläche für das Vertragsnaturschutzprogramm eignet bzw. in den fachlichen Förderkulissen liegt, lasse sich am besten in einem persönlichen Beratungsgespräch bei der unteren Naturschutzbehörde klären, so Scholz. Antragsberechtigt sind die Bewirtschafter der landwirtschaftlich genutzten Flächen. Der Antragsteller verpflichtet sich, seine Fläche über fünf Jahre nach den Vorgaben des Naturschutzes zu bewirtschaften. „Dadurch haben die heimischen Wiesenblumen Zeit zur Blüte zu gelangen und Samen auszubilden“, erklärt Diana Vaas. Davon profitieren zahlreiche Insekten- und Vogelarten.
Wer sich für die Teilnahme interessiert, kann die Förderung noch bis zum 28. Februar beantragen. Derzeit stehen noch ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung.

Ansprechpartner: Diana Vaas, Andrea Wadenstorfer und Roland Scholz von der unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Donau-Ries, Telefon 0906/ 74-126, -288 und -122. Weitere Informationen findet man auch im Internet unter www.stmelf.bayern.de/forderwegweiser. (pm)