7. November 2019, 10:26

Wald und Beweidung im Stiftungsforst

Uli Eisenbarth (re.) beim praxisnahen Vortrag im Stiftungswald Bild: Wagner
Nachhaltigkeit – dieser Begriff bestimmt in jüngster Zeit immer stärker die politischen Debatten. Neu ist er nicht. In der Forstwirtschaft wird seit jeher nach diesem Prinzip gearbeitet.

Grund genug für die PWG Nördlingen, sich dies einmal näher anzusehen. Verfügt doch die Stadt Nördlingen im Stiftungswald über rund 1.500 Hektar Wald. Dies entspricht mehr als 2.000 Fußballfeldern. Die jährlichen Erlöse aus dem Holzverkauf in einer Größenordnung von einer halben Million Euro leisten zudem einen positiven Beitrag zum Haushalt. Pflegearbeiten und Baumpflanzungen von zuletzt 2.500 Bäumen pro Jahr sorgen dafür, dass der Wald erhalten und durch ein breites Baumsortiment gut für klimatische Veränderungen gerüstet ist. 

Ohnehin erfolgt der Einschlag nachhaltig, wobei die anvisierten Mengen zuletzt sogar unterschritten wurden. Der Wald wächst, ist wertvoller CO2-Speicher und zugleich ideal als Erholungsraum nutzbar, beispielsweise für Spaziergänger, wie sich auch am derzeitigen Trend des „Waldbadens“ ablesen lässt. 

Beim aktuellen Besuch wurde vor allem das Thema „Naturschutz durch Beweidung“ unter der Führung von Uli Eisenbarth konkret behandelt. Bereits seit 2009 pflegt Eisenbarth mit seinen Galloway-Rindern verschiedene ökologisch wertvolle Flächen im Ries und auf der Ostalb. Die Aspekte des Klimaschutzes durch einen gesunden Wald werden durch die ganzheitliche Herangehensweise noch um einen positiven Beitrag zur Artenvielfalt erweitert. 

„Wir können als Kommune unseren Beitrag für Klima und Umwelt leisten. Dazu brauchen wir Ansätze, die zu unseren Möglichkeiten passen. Der Stiftungswald ist ein hervorragendes Beispiel, wie dies gelingen kann“, fasste OB-Kandidat David Wittner den informativen Waldspaziergang zusammen. (pm)